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Einträge vom: 19.02.2006

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Anne Seltmann 19.02.2006, 18.03| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenFunde

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Alle Fehler,
die man hat,
sind verzeihlicher,
als die Mittel,
die man anwendet,
um sie zu verbergen.



François de La Rochefoucauld (1613 - 1680)
französischer Schriftsteller

Anne Seltmann 19.02.2006, 14.47| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenFunde

Wenn ein Baum erzählen könnte



Heute morgen hörte ich schon das aufgeregte Zwitschern zweier Vögel. Es war so munter, das ich ihnen einfach zuhören musste. Ich beugte ganz vorsichtig meine Baumkrone, um es näher betrachten zu können und staunte gar nicht schlecht. In meinen Zweigen befand sich ein Vogelnest indem es sich regte. Ich vernahm ganz zarte klägliche Rufe von drei kleinen neuen Erdenbürgern. Ach war das ein herrliches Treiben in meinen Zweigen. Es war ein Kommen und Gehen und mir schien, als wenn dieses nie ein Ende nehmen wollte. Am Abend, wenn die Sonne hintern den Bergen verschwand, bewegte ich leise meine Zweige, um die kleinen Vogelkinder in den Schlaf zu wiegen. Das Rauschen meiner Blätter schien wie ein Gute- Nacht - Lied geeignet.
Manchmal unterhielt ich mich mit meinen Freunden den Tannen und den Birken und wir tauschten uns rege aus über das Leben in unseren
Zweigen. Jeder von uns konnte eine lustige Begebenheit erzählen.
Nur mir war manchmal nicht zum Lachen zumute und ich weiß nicht ob es meinen Freunden auch aufgefallen ist. Ich vermisste in letzter Zeit das Rauschen der Eichenblätter. Ja, und wenn ich mich ganz doll streckte und über alle Baumkronen hinwegschaute, dann sah ich es ganz deutlich. Da wo einst die uralte weise Eiche gestanden hatte, die mir so oft einen Rat gegeben und mich getröstet hatte, da war jetzt ein großes freies Stück NICHTS. Wenn dann nachts alles schlief, dann weinte ich so manche Träne, denn ich vermisste meinen alten Freund. Dann erinnerte ich mich an jene schrecklich laute Geräusche ,die ich auch schon aus meinen Kindertagen kannte. Die mir Angst machten, wenn dann Menschen in den Wald kamen und ohne Erbarmen meine Freunde aus meinem Leben rissen .....

 

 

Foto & Text © Anne Seltmann

Anne Seltmann 19.02.2006, 13.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: EigeneWortPerlen | Tags: Wenn ein Baum erzählen könnte, Lyrik, Poem, Prosa,

Erinnerungen II

Dunkelheit......
wo bin ich, kann mich nicht bewegen, liege in meinem
Schlafsack, gefesselt im Kinderbettchen.
Ich weine und zerre...schlafe entkräftet ein.
Eine dunkle Stimme weckt mich...macht mir Angst.
Ich weine nach meiner Mutter, die es doch nicht gibt.
Immer wieder quält mich die dunkle Stimme die mir sagt,
er sei der „ BUHMANN
„ Ein Buhmann ist böse, erklärte man mir immer.
Ein Zeitgefühl kenne ich noch nicht,
Irgendwann schaffe ich es mich zu befreien.
und laufe hinaus in den Flur und erkenne den Dachboden,
den Raum indem ich mich befand...
indem ich so allein war...

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Ziegenpeter...
Ich liege im Schlafsaal mit einem Schal um den Kopf...man sagt mir ,
dass ich Ziegenpeter habe.
Ich will aber nicht liegen bleiben,
es ist so langweilig ohne Spielkameraden.
Die anderen Kinder dürfen raus in die Sonne.
Ich halte dieses Alleinsein nicht aus
und hüpfe in meinem Bett um auf mich aufmerksam zu machen.
Ich hüpfe solange, bis das Lattenrost bricht...
endlich kommt jemand...
Am späten Abend liege ich immer noch in meinem kaputten Bett ,
isoliert von den anderen Kindern.
Wie soll ich schlafen, wenn ich immer von meiner Matratze rutsche...
niemand hat das Lattenrost repariert...

© Anne Seltmann

Gedankensplitter aus meiner Kinderzeit im Heim

 

Anne Seltmann 19.02.2006, 07.28| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: EigeneWortPerlen