Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ich

1000 Fragen an dich selbst 601-610




 

601.     Wie oft schaltest du dein Telefon aus?

Wenn ich schlafen gehe, also täglich.

602.     Worauf achtest du bei jemandem, dem du zum ersten Mal begegnest?

Augen, Mimik, Hände, Schuhe.

603.     In welcher Hinsicht könntest du etwas aktiver sein?

Ich müsste wieder mehr raus gehen.

604.     Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle?

Nein, ich empfinde mein Leben nicht als Bühne, sondern als gemeinsames Miteinander.

605.     Welcher Lehrer hat einen positiven Einfluss auf dich gehabt?

Mein Mathelehrer, in den ich ein wenig verliebt war.

606.     Was würdest du am meisten vermissen, wenn du taub wärst?

Musik!

607.     Über welche Nachricht warst du in letzter Zeit erstaunt (erschrocken)?

Über den Tod von Ute Kast!

608.     Wärst du gern wieder Kind?

Nein, ich würde NICHT gerne wieder ein Kind sein. Ich schätze, wer ich heute bin, und die Freiheit, die ich jetzt habe.

609.     Was kannst du stundenlang tun, ohne dass es dir langweilig wird?

Lesen und Malen.

610.     Wann warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

1997 als ich auf meine Jugendliebe traf, mit dem ich seit 2004 verheiratet bin.





Anne Seltmann 07.10.2025, 13.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 243/2025








asphalt, noch warm vom tag.

linien ziehen ordnung in das atmen,

rechtecke, gezähmte flächen,

kein ort, nur funktion.

 

stille tropft aus den stoßstangen,

irgendwo blinkt ein rest von gestern.

hier steht alles still,

doch nichts bleibt.

 

zeit hält an,

in parkposition.

und irgendwo im lack

spiegelt sich das warten

wie ein versprechen,

das keiner einlöst. 

~*~

© Anne Seltmann









Anne Seltmann 07.10.2025, 07.47 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 42











Im Blick einer Katze liegt die Stille des Mondes 
und das Geheimnis ganzer Welten- 
und dein Herz erkennt darin ein heimliches Wissen.



~*~

© Anne Seltmann










Anne Seltmann 01.10.2025, 00.00 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 242/2025






Heute gibt es bei mir unter anderem ein klassischen Tomaten-Mozzarella- Salat. 
Obiges Bild zeigt Strauchtomaten. Die Strauchtomate ist quasi der Party-Star unter den Tomaten. Sie wächst buschig und ungezwungen, als hätte sie nie was von Stützen oder Regeln gehört – Hauptsache, die Sonne scheint und der Boden ist nett zu ihr. Schon kurz nach der Blüte zeigt sie ihre ersten Früchte und sagt quasi: "Hey, gönn dir!" Ob pur, im Salat oder als Saucenheld – die Strauchtomate sorgt für gute Laune auf jedem Teller. Und das Beste: Sie ist so pflegeleicht, dass man fast schon neidisch auf ihre entspannte Lebensweise wird. Wer also eine Tomate will, die Ernte und Humor gleichzeitig liefert, liegt mit der Strauchtomate goldrichtig.







Anne Seltmann 30.09.2025, 07.55 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Gräfin Aurelia von Sturmfeder




[KI generiertes Bild / Text © Anne Seltmann]



Gräfin Aurelia von Sturmfeder stand in ihrem rubinroten Regenmantel und mit sorgfältig geschnürten Gummistiefeln vor dem Leuchtturm, als hätte sie dort ein wichtiges Rendezvous. Der Wind zupfte an ihrem Strohhut, die Tropfen tanzten über das Deck der hölzernen Mole, und das Meer schickte seine schäumenden Grüße bis an ihre Füße.

"Endlich Urlaub", murmelte sie und zog die Jacke enger. Für andere Adelige bedeutete Urlaub glänzende Bälle, festliche Tafeln und zu viel Konversation. Für Aurelia aber war es das Meer, der Regen und das Rauschen der Wellen, das ihr Herz leicht machte.

Sie hatte beschlossen, ihre Ferien dort zu verbringen, wo der Wind Geschichten erzählte. Jeden Morgen spazierte sie zum Leuchtturm, als sei er ein alter Freund, und lauschte seinem Knarzen im Sturm. Die Fischer grüßten sie schmunzelnd und nannten sie "die vornehme Dame mit den großen Augen". Doch Aurelia kümmerte sich nicht um Etiketten – sie fühlte sich frei, wenn das Salz in der Luft hing und die Tropfen wie Diamanten auf ihrem Mantel glitzerten.

An diesem Tag blieb sie besonders lange stehen. Irgendwo zwischen Regenschauer und Möwengeschrei dachte sie: Vielleicht ist Urlaub genau das – nicht ankommen zu müssen, sondern einfach dazustehen und den Himmel seine Musik spielen zu lassen.

Und der Leuchtturm, hoch und schweigend, nickte ihr zu, als verstünde er genau, was sie meinte.


© Anne Seltmann




Anne Seltmann 28.09.2025, 14.45 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

1000 Fragen an dich selbst 591-600





 

591.     Darf man lügen, um jemanden zu schützen?

Wenn es darum geht, jemanden vor ernsthafter Gefahr oder gesundheitlichem Schaden zu bewahren, dann ja: dann ist eine Notlüge gerechtfertigt.

592.     Was hast du in letzter Zeit gebraucht gekauft?

Ein Reclam-Buch * "Von der Pampelmuse geküsst" (Heinz Erhard)

593.     Was ist als Kopie besser als das Original?

Zum Beispiel eine detailreiche Reproduktion eines Gemäldes, das im Original für immer unerreichbar wäre. Oder in der Musik: eine Aufnahme, die man immer wieder hören kann, während das Live-Erlebnis nur einmal geschieht.

594.     Hörst du gut auf deinen Körper?

Ja unbedingt!

595.     Von welchem Beruf weißt du nicht, was man da genau macht?

Vom professionellen Kaugummi-Sammler. Ja, es gibt tatsächlich diesen Beruf, so skurril er klingen mag. Ich hab mal recherchiert:

Ein professioneller Kaugummi-Sammler ist jemand, der Kaugummis sammelt – aber nicht einfach aus Spaß, sondern meist für Forschung, Kunst oder Qualitätskontrolle. Der Beruf klingt verrückt, aber es gibt mehrere Einsatzbereiche:

In der Forschung sammelt man Kaugummis, um Inhaltsstoffe, Haltbarkeit, Abbauverhalten oder die Wirkung auf Zähne und Mundflora zu untersuchen. In der Kunst oder im Design werden Kaugummis gesammelt, um Installationen oder Skulpturen zu machen – es gibt tatsächlich Künstler, die ganze Wandbilder aus gebrauchten Kaugummis gestalten.

Manchmal arbeitet ein Kaugummi-Sammler auch in der Hygiene- oder Reinigungsbranche, zum Beispiel an öffentlichen Orten oder Bahnhöfen, um Kaugummis systematisch zu entfernen, zu analysieren und Statistiken über Beliebtheit oder Verschmutzungsgrad zu erstellen.

In manchen Fällen ist es auch ein kurioser Sammelberuf für Museen oder private Sammler, die ungewöhnliche Kaugummis (z.B. limitierte Editionen oder seltene Geschmacksrichtungen) dokumentieren und archivieren.

596.     Was stimmt nicht, wenn du dich jetzt umschaust?

Ein Hocker steht bäuchlings auf einem kleinen Abstelltisch. (Mein Lieblingsmensch hat ihn in unserem Arbeitszimmer hochgestellt, damit wir besser nachher putzen können.

597.     Was wünschst du dir für die Menschheit?

Wenn ich mir etwas für die Menschheit wünschen könnte, wäre es, dass mehr Menschen einander wirklich zuhören, einfühlsam miteinander umgehen und neugierig bleiben. Dass Wissen, Kreativität und Mitgefühl gleichwertig geschätzt werden. Dass Menschen in der Lage sind, Konflikte konstruktiv zu lösen, die Umwelt achtsam zu behandeln und die Chancen der Technologie zu nutzen, ohne die Menschlichkeit zu verlieren. Ich wünsche mir auch, dass Neugier, Staunen und Humor nie verloren gehen – dass Menschen weiter Fragen stellen, träumen und lachen, selbst wenn die Welt kompliziert oder herausfordernd ist. So eine Balance aus Weisheit, Mitgefühl und Freude würde viele Probleme langfristig leichter lösbar machen.

598.     Gehst du unter die Leute, wenn du dich allein fühlst?

Nein und ich kenne das Gefühl des Alleinseins auch nicht. >> Dieser Beitrag << erklärt es.

599.     Welche Droge würdest du gern ausprobieren, wenn sie legal wäre?

Keine…never…niemals würde ich so etwas probieren!!!

600.     Wann hattest du zuletzt Schmetterlinge im Bauch?

Wenn mein Lieblingsmensch mir sagt, dass er mich liebt. Und das sagt er so ziemlich oft…ergo habe ich ständig Schmetterlinge im Bauch.



[* Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt !]




Anne Seltmann 25.09.2025, 10.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday N° 35






der wilde wein,
ein leuchten in gelb und rot,
purpur atmet durch die blätter.

es ist kein abschied,
nur ein wort im wechsel
der jahreszeit.

~*~

© Anne Seltmann







Der Wilde Wein (siehe Bild) zeigt im Herbst ein wahres Farbenfest, weil er sein sattes Sommergrün nach und nach verliert. Das Chlorophyll, das den Blättern ihre grüne Farbe gibt, wird abgebaut, sobald die Tage kürzer und kühler werden. Dadurch treten die Farbstoffe hervor, die sonst verborgen bleiben – das warme Gelb der Carotinoide, das kräftige Rot und Violett der Anthocyane. Bei der Jungfernrebe ist dieser Effekt besonders stark ausgeprägt, weshalb sie oft wie ein lodernder Teppich aus Feuerfarben wirkt. Es ist ihr stiller Abschiedsgruß an den Sommer, bevor sie ihre Blätter fallen lässt. 










Anne Seltmann 25.09.2025, 05.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Drachensteigen




[KI generiertes Bild / Text © Anne Seltmann]



Ein kleines Mädchen steht auf der Wiese
die Sonne rinnt durch ihre Finger
wie warmer Honig.

Sie hält den Drachen
an einem dünnen Faden
der flattert wie ein Herzschlag.

Der Wind zieht ihn hoch,
über Dächer, über Bäume,
und das Mädchen lacht
als würde sie die ganze Welt halten
in ihren kleinen Händen.

Ein Vogel schaut neugierig zu,
ein Blatt tanzt vorbei,
und irgendwo,
ganz leise,
flüstert der Himmel ihr zu:
"Du darfst fliegen."

Der Drachen schlägt Purzelbäume,
das Mädchen rennt,
die Schuhe fangen Staub ein,
und ihre Haare fliegen hinterher
wie kleine, goldene Flügel.

Am Abend,
wenn die Sonne in den Wiesen versinkt,
setzt sie den Drachen nieder,
streichelt ihn,
und weiß, dass ein bisschen Magie
in jedem Lachen wohnt.


~*~


© Anne Seltmann






Anne Seltmann 24.09.2025, 08.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Miau-velous Moments N° 41






Neulich bei meiner Freundin:

Du: "Na, wie läuft's mit deiner Strickkatzenbande?" 

Sie: "Bande trifft's perfekt! Die Graue hat gestern Nacht den Kühlschrank geplündert." 

Du: "Wie bitte?! Die ist aus Wolle!" 

Sie: "Ja, aber wer, glaubst du, hat die Käseecken im Wohnzimmer verteilt? Ich? Die Graue saß da mit diesem Blick, als wollte sie sagen: "Hast du was dagegen?"

" Du: "Hm. Vielleicht war's ein Mäuschen." 

Sie: "Nein, nein. Das Mäuschen saß daneben und hat applaudiert. Ich schwöre, ich hab's gesehen." 

Du: "Okay … und die Getigerte?" 

Sie: "Die hat wieder Socken geklaut. Letzte Woche hab ich einen im Blumentopf gefunden. Einen anderen im Brotkasten. Ich glaube, sie baut sich ein eigenes Königreich aus Einzelsocken." 

Du: "Ein Königreich der Einzelsocken … ich muss zugeben, das klingt plausibel." 

Sie: "Und die Schwarzweiße hat neulich einen ganzen Stapel Bücher vom Regal geschubst. Ich glaube, sie studiert heimlich. Wahrscheinlich hat sie schon ihren Doktortitel in Katzenphilosophie."

Du: "Katzenphilosophie?" 

Sie: "Ja. >> Ich stricke, also bin ich. <<  Oder so ähnlich." 

Du: "Langsam glaube ich wirklich, dass du in einem verzauberten Wollzoo wohnst." 

Sie: "Na also! Endlich versteht mich jemand."




Die Geschichte ist natürlich frei erfunden. 


 






Anne Seltmann 24.09.2025, 06.54 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 241/2025







theater
der vorhang zittert
als wüsste er mehr als wir

ein raum hält den atem an
stühle, augen, herzen
alles gespannt auf das erste wort
das erste licht
die erste geste

noch ist nichts geschehen
doch schon liegt es in der luft
wie ein versprechen
oder ein geheimnis,
das gleich seine form sucht

theater beginnt
lange bevor es beginnt


~*~

© Anne Seltmann





Juttas...

...pausiert




Anne Seltmann 23.09.2025, 14.20 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL