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Einträge vom: 06.11.2008

La Tour Paris IV.

 Le métro
Le métro




Champs-Élysées2
Champs-Élysées


The Cat from Cemetery Montmartre
The Cat from Cemetery Montmartre



Champs-Élysées1
Champs-Élysées


Arc de Triomphe 1
Arc de Triomphe




4. Tag

 

Die Nacht war wieder sehr kurz, da wir doch an einer sehr belebten Straße wohnen. Hier kommt jeden Morgen die Müllabfuhr auch Sonntags und rattert über das Kopfsteinpflaster. Sehr sinnig bei dem Müll, den die Fisch-und Gemüseläden hinterlassen.  Es macht Spaß dem morgendlichem Treiben vom Hotelfenster aus zu beobachten. Es ist  6:00 Uhr und gegenüber sitzt ein älterer Herr vor dem Fernseher. Wir scheinen wohl die Einzigen zu sein, die schon wach sind. Heute kommt wohl nicht mehr der Obdachlose. Nun ja, es ist ja auch Sonntag und auch er muss mal frei haben *gg*   Ich vermisse regelrecht das grüne Kreuz  der vielen Transparente  die darauf hinweisen, dass dort eine Apotheke ist. Hier machen sie dem Rotlichtmilieu doch tatsächlich Konkurrenz , durch ihr Dauerblinken.  Gegen 8:30 Uhr öffnen die Gemüse-und Fischläden, Cafe`bars und Bäckereien ihre Läden. Nicht vergessen, es ist immer noch Sonntag!!!


Nach unserem Frühstück nehmen wir die U-Bahn, denn es geht zum Arc de Triomphe. Auch hier sind wir  beeindruckt ob der gewaltigen Bauten. Nachdem wir ihn eingehend besichtigt haben, schauen wir noch ein wenig dem Treiben um den Arc de Triomph zu. In den Straßen von Paris gibt es so gut wie keine Fahrbahnbegrenzungen. Hier ist immer Augenkontakt zum anderen Fahrer gefragt. Das erwartete Chaos im Kreisverkehr stellt sich nicht ein, alles geht reibungslos von statten. Unvorstellbar für uns, aber der Beweis liegt vor uns.

Über  die Avenue des Champs-Élysées, eine endlose riesige Straße, gelangen wir  zum berühmten  Stadtviertel auf die Avenue George der V. Sie ist nur einen Katzensprung von den Champs-Élysées entfernt. Ein herrliches, charaktervolles Stadtviertel mit vielen berühmten Bars und Restaurants, luxuriösen Geschäften  ( Louis Vuitton, Yves Saint-Laurent oder Chanel) und Theatern.

Die Avenue George der V. führt geradewegs zur Goldenen Flamme der Freiheit“ - eine Kopie der Flamme, die New Yorks Freiheits-Statue in Händen hält . Allerdings hat diese seit dem tödlichem Unfall von Prinzessin Diana eine andere Beachtung. Das Denkmal über dem Pariser Alma-Tunnel ist zum  sichtbaren Fanal und Wallfahrtsort für Touristen aus allen Ländern  geworden.  Einen Moment verweilen wir dort um dann über die Almabrücke zum Eifelturm zu gelangen. Wie klein  wir sind, wird einem erst hier richtig bewusst.  Zuvor hatten wir überlegt, ob wir denn überhaupt rauf wollen, wenn zu viele Menschen  sich vor den Kassen schlängeln. Und tatsächlich: Ein unvorstellbare Menschentraube, die uns aber nur wenig  erschrickt , denn wir registrieren sofort wie man am besten schnell und zügig voran kommt.  Einfach so tun, als schlendere man so zwischen den Reihen, schaut dies oder das, macht ein wichtiges Gesicht und natürlich auch ein  paar Fotos  und schon sind wir fast am Kopf der Menschenmasse. Statt fast geschätzter zweistündiger Wartezeit, haben wir jetzt nur noch eine viertel Stunde bevor wir an die Kasse kommen.  Endlich geht es nach oben. Fast ehrfürchtig stehen wir vor dem Panorama, welches sich uns bietet. Hier ist alle Höhenangst verschwunden, das atemberaubende Bild lenkt schier weg davon ab.

Wieder auf der Erde angekommen gehen wir durch den Parc Champs de Mars.  Der Parc du Champs de Mars ( das Marsfeld,) beginnt am Fuße des Eiffelturms und erstreckt sich rechteckig bis zur Ecole Militaire. Bis zum 18. Jahrhundert wurde diese Fläche landwirtschaftlich genutzt, bevor es bei der Errichtung der Ecole Militaire als Manöverfeld genutzt  und deshalb planiert wurde.
Ludwig XVI leistete auf diesem Platz den Eid auf die von La Fayette vorgelesene Verfassung.
Beim Bau des Eiffelturms (1889) gab das Militär die Besitzansprüche des Areals auf und der Park wanderte zurück zur Stadt Paris.
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert diente der Platz als Ausstellungsfläche für die in Paris stattfindenden Weltausstellungen. Eine Parzellierung auf Grund eines immer stärker wachsenden Platzmangels in der Stadt konnte durch Bürgerinitiativen abgewendet werden und somit war der Fortbestand des Marsfelds gesichert.
Seit 2000 befindet sich am zur Ecole Militaire liegenden Ende die "Mauer des Friedens", die von Chirac eingeweiht wurde.

Zurück gehen wir wieder über den Champs-Élysées  an der Place de la Madelaine vorbei um dann wieder in die U-Bahn zu steigen. Es ist 16:00 Uhr und schnell wollen wir noch das Licht nutzen um den Cimetière de Montmartre  zu besichtigen.  Auch hier sehen wir die eine oder andere Katze, die hier ein zuhause gefunden hat. Menschliche und liebevolle  Hilfe erweist den Friedhofsbewohnern ein auch in schlechten Zeiten reich gedeckten Tisch. Bei genauerem Hinsehen kann man in offenstehenden Gräbern Katzenfutter, Medikamente und kleine Kisten (um Jungtiere vor Nässe zu schützen) finden.

Nach einer kleinen erholsamen Pause im Hotel, suchen wir eine Futterstelle auf für unseren bärigen Hunger. Während des Essen besprechen wir den morgigen und letzten Tag in Paris. Auf unserem Plan steht noch unbedingt Versailles, bevor es dann im Anschluss zurück zu unserer Zwischenstation in Krefeld  geht.






Anne Seltmann 06.11.2008, 17.52| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PrivatePerlen

La Tour Paris III.

3.Tag


10:00 Uhr, wir sind gesattelt, besprechen mit Agatha wohin wir möchten und sind bereit für den langen Fußmarsch. Agatha zeigt uns auf dem Weg zum Lafayette herrliche nicht enden wollende Passagen, die wir alleine nicht gefunden hätten.

Passage



Das Lafayette  ist ein gigantisches Kaufhaus das jetzt auch schon in voller Weihnachtskleidung steckt. Natürlich gehen wir hinein und strahlen selber wie Christbaumkugeln als wir das Innenleben des Kaufhauses sehen. Pompöse Galerien, fast wie im Opernhaus reihen sich aneinander.

LaFayette

Wir wollen unbedingt auch noch auf die Dachterrasse. Dort erschließt sich trotz des heftigen Regens ein gigantischer Anblick.








Nächster Anlauf ist das Palais de Royal, eine Residenz in der Nähe des Louvre. Der Innenhof ist leider in Restauration und wir bekommen in  farbige Bauverschläge eingelassene bunte Fenster einen Eindruck über die umstrittenen gestreiften Säulen von Daniel Buren.


Palais de Royal


In den Arkaden befinden sich Geschäfte aller Art, Cafe`s und Restaurants. Angesichts dieser Oase der Stille kann man sich unmöglich vorstellen, dass das Palais de Royal damals der beliebteste Ort der Stadt war, mit Zirkus, Theater, Spielclubs und auch Etablissements galanter Natur.

Weiter geht’s zum Louvre,  allerdings nicht ins Museum, sonder um nur den Innenhof mit der Glas-Pyramide zu betrachten.

Louvre

Danach ging es auf die Ile De La Cite` zu der Kirche Notre-Dame, die wir nach kurzer Wartezeit auch besichtigen konnten.

Notre Dame


Unser Weg führt weiter an der Sorbonne vorbei, eine der hervorragenden Stätten europäischen Geistesleben. Der Domherr Robert de Sorbon gründete 1253 ein Kolleg für „mittellose“ Lehrer und Studenten der Theologie. Während der Revolution wurde sie geschlossen, Napoleon der I. ließ sie 1806 neu ertstehen und im Verlauf des 19. Jh. wurde sie zum Zentrum der französischen Hochschulen.


Sorbonne


Zwischenzeitlich müssen wir uns auch ein wenig stärken und kehren in eine Cafe`Bar ein. Freundlich und schnell werden wir bedient. Wir erfreuen uns an einem kleinen Spatz der eine sichere Fressquelle innerhalb des Lokals gefunden hat. Zwischenzeitlich fällt der Strom aus, aber das scheint niemanden zu beunruhigen, vor allen Dingen uns nicht, denn wir sind ja schon versorgt.

Gestärkt geht es an den Place de Pantheon eine Gedenkstätte bedeutender französischer  Männer und einer Frau. Endlich regnet es nicht mehr,in meinen Schuhen schwappen Regenpfützen, der Rücken und die Beine schmerzen. Wir wissen nicht wieviel  Kilometer wir gelaufen sind und wir beenden unseren heutigen Ausflug. Morgen ist auch noch ein Tag. Hier nun trennen sich die Wege zwischen Agatha und uns. Gerührt nehmen wir Abschied voneinander. Im Hotel angekommen, ziehe ich mich einmal um und wir verschnaufen für eine viertel Stunde. Das Licht ist einfach zu gut, um jetzt im Hotel zu bleiben. Eigentlich schreien meine Beine und Füße nach Ruhe, aber oben auf dem Montmartre vor dem Sacrecouer noch einmal einen Blick auf die Stadt werfen, das dürfen und wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Weg dorthin führt zum Place du Tertre, eine der legenderen Hauptjagdreviere für Künstler. Staffeleien reihen sich hier aneinander.  Ringsum machen sich Cafe`s und Restaurants die besten Plätze streitig.


Place du Tertre

Die Entscheidung war richtig, uns erstrecken sich bombastische Bilder so weit das Auge reicht. Hier oben bleibt einem das Herz stehen. Und auch hier sind Worte zuviel.

über den Dächern von Paris


Eine Viertel Stunde verweilen wir und plötzlich zieht Sturm auf und es regnet wieder. Wir treten den Rückzug an.

 

Anne Seltmann 06.11.2008, 11.22| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PrivatePerlen