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Einträge vom: 24.11.2006

Unverhofft und doch ...

...immer geahnt, immer wartend auf einen Anruf, dass es meiner Pflegemutter (82) einmal schlecht gehen wird. So einige wissen ja mittlerweile, dass unser Verhältnis nicht das Beste ist, niemals wirklich war.
Kürzlich hatte ich erst einen "Dankesbrief" an sie hier geschrieben, doch niemals wirklich abgeschickt.
Und nun erreichte mich heute ein Anruf, dass meine Pflegemutter vom Notarzt abgeholt wurde. Für mich ist das schon schwierig, spontan zu reagieren, da sie in Neuss lebt und ich in Kiel. Die ersten Informationen erhalte ich heute irgendwann noch und ich hoffe positive. Obgleich ich keine Ahnung habe, was es bedeutet, da man mir am Telefon sagte (ich rief in der Klinik an) wenn jemand in Koma versetzt wird.
Sorge macht mir auch mein Bruder (39), der ja Geistigbehindert ist und meine Mutter ihn so lange bei sich behalten hat und sich niemals so richtig für einen dauerhaften Wohnplatz für ihn gekümmert hat. Er befindet sich zur Zeit in einem anderen Krankenhaus wo er versorgt wird, bis auf Weiteres...
Ich werde morgen nach Neuss fahren um vor Ort evtl. wichtige Entscheidungen zu treffen...treffen zu müssen...


Danke Bea bussi1.gif für das Gespräch, dass mir meine erste Erschütterung ein wenig genommen und den Kopf ein bißchen frei gemacht hat

Anne Seltmann 24.11.2006, 19.04| (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: EigeneWortPerlen

Im Einklang



Wenn die Töne
laut und leise
schrill und sanft
lass sie klingen
Schau nur dass du
mit ihnen immer
im Einklang bist


© Anne Seltmann
 

Anne Seltmann 24.11.2006, 16.37| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: EigeneWortPerlen

Der Untergang

Das Abendland wird untergehen:

James Bond, so heißt es,

sei es nunmehr egal, ob sein Wodka-

Martini geschüttelt oder gerührt

ist. 007 war doch der, der die

Dr. No’ s dieser Welt gerüttelt und

gebüttelt hat, eben jener, der in

den Hörsälen von Oxford gebüffelt

und gemüffelt (Hörsaal-Klima ist

Hörsaal-Klima) und später viel

Wein geschlürft und gesüffelt hat,

von all den Bond-Girls, die er betüttelt

und gehüddelt hat, ganz zu

schweigen. Eben jener Bond, der

weltweit in Luxus-Hotels geschlemmt

und geschwelgt und nebenbei

jede Menge schwere Jungs

geschnürt und gewickelt hat. Mithin

jener Agent, der, wenn’s zur

Sache ging, nie gezögert und gezweifelt

hat, sondern immer gemacht

und getan, geboxt und gebollert,

geballert und gerallert hat.

Und nun das: Nie mehr gerührt,

nie mehr geschüttelt?

Bond, du Spion, den wir liebten,

wir fühlen uns geteert und gefedert.

Moneypenny, hilf!


Via RP-Online: © vo

Anne Seltmann 24.11.2006, 07.36| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenFunde