Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Wort

Das Wort Stolz




[KI generiertes Bild / Text © Anne Seltmann]





Es war einmal eine Frau, die das Wort "stolz" irgendwie nicht leiden konnte. Jedes Mal, wenn jemand sagte: "Sei doch stolz auf dich!", rollte sie innerlich mit den Augen. Stolz? Klingt für sie nach Hochmut, nach diesem kleinen inneren Aufplustern, das sie einfach nicht wollte.

Eines Tages stand sie vor dem Spiegel mit einem Fleck Marmelade am Pullover, ein zerbrochenes Glas in der Hand und dem Hund, der zufrieden mit dem Chaos wedelte. Sie atmete tief durch und dachte: "Weißt du was? Ich habe das Glas nicht absichtlich fallen lassen, ich hab heute trotzdem Sport gemacht, drei Mails beantwortet und den Hund gefüttert." Sie grinste. Kein prahlerisches Stolzgefühl – eher so ein warmes, inneres "Ja, das hab ich hinbekommen".

Da wurde ihr klar: Selbstachtung fühlt sich anders an als Stolz. Es ist nicht laut oder überheblich, es ist dieses leise Anerkennen: Ich hab das geschafft. Ich bin okay. Und manchmal bedeutet Selbstachtung eben auch, sich selbst zu erlauben, Marmelade auf dem Pullover zu haben.



© Anne Seltmann



Anne Seltmann 20.09.2025, 09.10 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wortlos anwesend





[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]




vielleicht
beginnt empathie
nicht mit worten
sondern mit dem schweigen
zwischen zwei atemzügen

du hörst nicht nur
was gesagt wird
du spürst
was verschwiegen bleibt
und bleibst trotzdem

kein ratschlag
kein ausweg
nur
du

da


 ~*~

© Anne Seltmann






Anne Seltmann 11.07.2025, 18.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 53


N° 53

[KI generiert]








Anne Seltmann 05.04.2025, 00.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wortspielereien



[KI generiert]





Ich liebe Wortspielereien und habe mich heute den Tiernamen gewidmet – genauer gesagt jenen, die bereits ein eigenständiges Wort enthalten, das auch eine ganz andere Bedeutung haben kann. 


Hier eine kleine Auswahl faszinierender Beispiele von links nach rechts: 

 

**Goldammer** – Gold (Edelmetall) + Ammer (Vogelart) 

**Glaswels** – Glas (Material) + Wels (Fischart) 

**Sandviper** – Sand (Material) + Viper (Schlange) 

 

**Hammerhai** – Hammer (Werkzeug) + Hai (Raubfisch) 

**Murmeltier** – Murmeln (kleine Kugeln oder leises Sprechen) + Tier 

**Feuersalamander** – Feuer (Element) + Salamander (Amphibie) 

 

**Eisvogel** – Eis (z.B. gefrorenes Wasser) + Vogel 

**Waschbär** – Waschen (Reinigung) + Bär 

**Perlhuhn** – Perle (Schmuckstück) + Huhn 

 




Anne Seltmann 11.03.2025, 13.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Schilderwald N° 87




N° 87




"Wenn du in den Seilen hängst" bedeutet, dass jemand erschöpft, kraftlos oder in einer schwierigen Lage ist. Die Redewendung stammt ursprünglich aus dem Boxsport, wo ein Boxer, der "in den Seilen hängt", zu erschöpft ist, um weiterzukämpfen und von den Seilen des Rings gestützt wird. Im übertragenen Sinne wird es für Situationen benutzt, in denen jemand sich ausgelaugt oder überfordert fühlt und kaum noch die Kraft hat, weiterzumachen. 








Anne Seltmann 13.11.2024, 06.10 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mein Wunschzettel:



[Text © Anne Seltmann / Bild KI generiert]

 

Meine Antwort an Piri (Voller Worte)

Mein Wunschzettel:

 

 

**Gesundheit und Wohlbefinden** 

Ich wünsche mir weiterhin körperliche und geistige Gesundheit, Energie und Vitalität.

**Mehr Augenblicke des Staunens** 

Ich wünsche mir, öfter innezuhalten und mich von den kleinen Wundern des Alltags überraschen zu lassen. Ob Sonnenuntergang, Lachen, oder das Rascheln der Blätter – Momente, die die Seele berühren.

 **Tiefe Verbindungen** 

Menschen, mit denen ich lachen und schweigen kann, die mich verstehen und die ich so akzeptiere, wie sie sind. Beziehungen, die wachsen und das Leben bereichern, ohne Erwartungen und Druck.

**Kraft in schwierigen Zeiten** 

Ich wünsche mir die innere Stärke, auch in herausfordernden Momenten den Mut zu finden, weiterzumachen. Ein Vertrauen in mich selbst und in den Weg, den das Leben für mich noch bereithält.

**Mut zur Authentizität** 

Den Mut, meine eigene Wahrheit zu leben und mich nicht zu verbiegen. Mein eigenes Tempo, meinen eigenen Stil, meine eigenen Werte – unabhängig von äußeren Erwartungen.

 **Freiheit für Träume** 

Den Raum und die Freiheit, meine Träume zu träumen und sie mit Leidenschaft zu verfolgen. Die Überzeugung, dass vieles möglich ist, wenn ich nur fest genug daran glaube.

 


Das ist mein Wunschzettel ans Leben und mit einem stillen "Danke" für alles, was schon da ist!




Anne Seltmann 10.11.2024, 09.55 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Schutzvogel



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann] 



Diese Geschichte ist für Wiebke


 

Es war ein kühler Herbstmorgen, und Anna, ein Mädchen mit langen Haaren und neugierigen Augen, saß wie jeden Tag in ihrem Rollstuhl am Fenster ihres Zimmers. Sie liebte diesen Platz, denn von hier aus konnte sie die ganze Welt beobachten: die bunten Blätter, die wirbelnd vom Wind davongetragen wurden, das Spiel der Sonnenstrahlen und die Vögel, die zwitschernd ihre Kreise zogen.

 

An diesem Tag aber hatte sie Geburtstag und es klopfte an ihrer Tür. Ihre Mutter trat mit einem geheimnisvollen Lächeln ins Zimmer. Hinter ihrem Rücken versteckte sie etwas – ein kleines, in buntes Papier gewickeltes Paket mit einer Schleife darauf. "Anna, ich habe hier etwas ganz Besonderes für dich", sagte sie und überreichte das Geschenk.

 

Anna nahm das Päckchen in die Hände, ihr Herz schlug schneller. Sie hatte keine Ahnung, was sich darin befinden könnte. Vorsichtig zog sie an der Schleife, entfaltete das Papier und fand darin ein kleines, hölzernes Amulett in Form eines Vogels, fein geschnitzt und glattpoliert.

 

"Das ist ein Schutzvogel", erklärte ihre Mutter. "Es gibt eine alte Geschichte über solche Vögel – man sagt, dass sie jedem, der an sie glaubt, Kraft und Freude schenken. Immer wenn du ihn ansiehst, kannst du dir vorstellen, dass du fliegst, so frei wie ein Vogel."

 

Anna betrachtete den kleinen Vogel in ihren Händen und fühlte, wie ein warmes Kribbeln sie erfüllte. Sie schloss die Augen und stellte sich vor, wie es wäre, tatsächlich durch die Luft zu gleiten, die Welt von oben zu sehen und den Wind in ihren Haaren zu spüren. Sie lächelte, und in diesem Moment war ihr, als würden Flügel in ihrem Herzen schlagen.

 

Von diesem Tag an trug Anna den kleinen Vogel an einem Band um den Hals. Jedes Mal, wenn sie ihn in die Hand nahm, fühlte sie sich mutiger und leichter. Auch wenn sie selbst nicht laufen konnte, trug dieser kleine Vogel ihre Träume – Träume von Freiheit, von Abenteuer und von einem Leben, das keine Grenzen kannte.

 

 

 

[Text © Anne Seltmann / Bild KI generiert]




29.10.2024, 09.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 16



N° 16 


[* KI generiertes Bild]







Anne Seltmann 06.07.2024, 06.15 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute duftet die Nacht...









Heute duftete die Nacht intensiv nach dir

und deine Liebe liegt noch in meinem Herzen

während ich neben dir liege und dich betrachte

 

Heute schlägt mein Herz intensiv nach dir

und deine Liebe erfüllt meine Sehnsucht

während ich sanft in den Schlaf gleite

und mir erträume, dass die Nacht duftet...

 

~*~

 

© Anne Seltmann


2007










Anne Seltmann 06.02.2024, 06.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Im Labyrinth der Gedanken











Leer und rein das Blatt

Im Labyrinth der Gedanken

tanzen Worte im Verborgenen

flüstern leise im stillen Raum

 

~*~

© Anne Seltmann








Anne Seltmann 04.01.2024, 07.03 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL