Tag: Tag

Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die einem besonders ans Herz gehen. Neulich bekamen wir ein Herz geschenkt. Kein glänzendes, kein perfektes, kein gekauftes. Es wurde gebastelt – mit kleinen Händen und mit ein bisschen Hilfe von der Mama.
Unser Enkelmädchen (4) hat es uns gebastelt
Und während ich dieses Herz in der Hand hielt, dachte ich plötzlich: So ein Herz ist eigentlich viel schöner als all die Herzen, die man sonst so sieht. Die perfekten, die glatten, die sorgfältig gestalteten.
Dieses hier ist anders. Vielleicht ist die Linie ein bisschen schief.Vielleicht sitzten die Sticker nicht ganz dort, wo sie eigentlich hin sollten. Aber genau das macht es so besonders. Denn in diesem Herz steckt etwas, das man nicht basteln kann: Zuneigung. Ein bisschen Stolz. Und vermutlich auch ein kleines „Das ist für dich.
Ich habe im Laufe der Zeit schon viele Herzen gesehen und auch gezeigt. Aber dieses hier gehört zu den schönsten. Vielleicht gerade deshalb, weil es von einem Kind kommt.
16.03.2026, 01.00 | (5/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gelesen: * Die Belasteten: Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte (Die Zeit des Nationalsozialismus.)
Gehört/Gesehen: * Best of Philip Glass / * Makellos mit Adele Neuhauser & Ulrich Noethen. (ARD Mediathek)
Erlebnis: Nichts, dass erwähnenswert wäre.
Genuss: Polnischer Schweinebraten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree (Wochenend-Essen)
Drinnen/Draußen: Viel am PC gesessen, * Calvendo Kalender vorbereitet/ Nur zum Einkaufen.
Web-Fundstück/e: Einen * Miniatur Kalender Eine grandiose Idee! Aber schaut selbst!
Hobbys: stricken, Kalender gestalten, Postkarten entwerfen
[* Namensnennung und Verlinkung…unbezahlt]
Anne Seltmann 15.03.2026, 07.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es gibt ja wirklich für alles einen Gedenktag. Für den Kaffee. Für die Katze. Für den verlorenen Socken vermutlich auch bald. Aber heute hat mich ein ganz besonderer Feiertag überrascht: In den USA feiert man den „National Chicken Noodle Soup Day – den Tag der Hühnernudelsuppe.
Ich stelle mir vor, wie irgendwo in Amerika Menschen feierlich vor einem dampfenden Suppentopf stehen und ehrfürchtig sagen:
„Heute… ist ihr Tag.
Die Hühnernudelsuppe ist ja ohnehin ein erstaunliches Wesen.
Sie kann trösten, wenn man krank ist.
Sie kann wärmen, wenn es draußen kalt ist.
Und sie kann plötzlich überall auftauchen, sobald jemand nur leise sagt: „Ich glaube, ich bekomme eine Erkältung.
Interessant ist allerdings, dass in der Suppe kein einziges Huhn freiwillig sitzt. Trotzdem gilt sie weltweit als Symbol für Fürsorge und Wohlbefinden. Ein kleines kulinarisches Paradox.
Ich stelle mir gerade ein Huhn vor, das neugierig über den Rand eines Suppentopfes schaut und denkt:
„Moment mal… das riecht hier verdächtig nach Verwandtschaft.
Aber lassen wir das lieber.
Fest steht:
Die Hühnernudelsuppe ist vermutlich die einzige Suppe der Welt, die gleichzeitig Hausmittel, Trostpflaster und kulinarische Umarmung sein kann.
Und falls Sie heute zufällig eine essen:
Tun Sie es mit Würde.
Schließlich ist heute ihr Feiertag.

Anne Seltmann 13.03.2026, 08.05 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Anne Seltmann 10.03.2026, 05.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Rezension zu „491 Tage: In den Tunneln der Hamas von Eli Sharabi
Ich lese viel. Sehr viel. Bücher begleiten mich seit Jahren – durch ruhige Tage, lange Abende und unzählige Geschichten. Manche berühren, manche erschüttern, manche bleiben eine Weile im Kopf. Aber eines ist mir noch nie passiert: dass ich beim Lesen plötzlich weinen musste.
Bis zu diesem Buch.
Als ich die letzten Seiten von 491 Tage: In den Tunneln der Hamas von Eli Sharabi erreichte, geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich musste das Buch kurz aus der Hand legen, weil mir die Tränen kamen. Nicht nur ein flüchtiges Schlucken oder feuchte Augen – es war ein richtiger emotionaler Ausbruch. Eine Welle aus Traurigkeit, Mitgefühl und Fassungslosigkeit.
Vielleicht lag es daran, dass dieses Buch keine Distanz zulässt. Während des Lesens wird einem immer wieder bewusst, dass das hier keine erfundene Geschichte ist, kein literarisches Konstrukt, sondern das reale Erleben eines Menschen. Die Vorstellung, 491 Tage in den Tunneln der Hamas gefangen zu sein, ist kaum zu begreifen. Und doch schafft es Eli Sharabi, diese Zeit so zu schildern, dass man sie zumindest ahnen kann – die Dunkelheit, die Angst, die Hoffnung, die sich manchmal nur an winzige Momente klammert.
Was mich am meisten getroffen hat, war nicht nur das Leid selbst, sondern die Menschlichkeit, die zwischen den Zeilen sichtbar wird. Die Verletzlichkeit, die Würde, das Festhalten an einem inneren Kern, selbst unter Umständen, die kaum vorstellbar sind.
Als ich mich dem Ende näherte, spürte ich eine immer stärker werdende emotionale Spannung. Und dann, auf den letzten Seiten, brach etwas auf, das ich beim Lesen noch nie erlebt hatte. Ich weinte – nicht nur um das, was Eli Sharabi durchmachen musste, sondern auch um das Bewusstsein, wie zerbrechlich menschliches Leben und Sicherheit sein können.
Dieses Buch hat mich tief berührt. Es hat mich innehalten lassen. Und es hat mir gezeigt, dass Literatur – oder in diesem Fall ein Zeugnis – die Kraft hat, eine Tür zu öffnen, hinter der Empathie, Schmerz und Mitgefühl gleichzeitig stehen.
Ich habe schon viele Bücher gelesen. Aber noch keines hat mich so emotional überwältigt wie dieses.
Anne Seltmann 08.03.2026, 08.17 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute dreht sich alles um Satzbau, Kommas und den perfekten Apostroph: Es ist National Grammar Day! Dieser besondere Tag wird in den USA jedes Jahr am 4. März gefeiert und ist eine Hommage an die richtige Verwendung von Sprache.
Grammatik mag für manche wie ein trockener Bestandteil der Schule wirken, aber sie ist das Fundament klarer Kommunikation. Wer sich an die Regeln hält, sorgt dafür, dass seine Botschaften verständlich, elegant und oft auch überzeugender wirken.
Der National Grammar Day ist die perfekte Gelegenheit, die eigene Liebe zur Sprache zu feiern – sei es durch das Korrigieren eines hartnäckigen Kommafehlers, das Spielen mit Worten oder einfach das Bewundern, wie flexibel und lebendig Englisch (oder jede andere Sprache) sein kann. Lehrer:innen, Autor:innen, Redakteur:innen und Schreibbegeisterte nutzen den Tag, um Tipps zu teilen, über Sprachwandel zu diskutieren oder kreative Sprachspiele auszuprobieren.
Du musst kein Grammatik-Nerd sein, um mitzumachen: Ein lustiger Post über die Tücken der Kommasetzung oder ein kurzer Blogeintrag über deinen liebsten Grammatik-Tipp kann schon ausreichen. Manchmal liegt Schönheit eben nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Form.
Heute lohnt sich also ein kleiner Blick auf die Sprache – und vielleicht ein bewusstes „Danke an all die Grammatikregeln, die unseren Worten Struktur geben.
Beispiele:
„Wir essen jetzt, Opa! vs. „Wir essen jetzt Opa!
"Jetzt koch ich Mama!" vs. "Jetzt koch ich, Mama!"
Anne Seltmann 04.03.2026, 10.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Willkommen zum 654. Montagsherz!
Am 21. Februar 2011 ist das Montagsherz online gegangen. Bis zum 17. März 2022 wurden Woche für Woche Herzen in allen Formen gesammelt – so viele kreative, liebevolle und besondere Entdeckungen.
Dann hat Anette mir dieses schöne Projekt anvertraut und mir auch den Button links unten übergeben. Ich habe mich sehr darüber gefreut – und bin ihr bis heute dankbar, dass ich diese Tradition weiterführen darf.
Heute zeige ich euch ein Herz, das ich bei uns am Strand entdeckt habe. Es lag einfach da, vom Wind und vielleicht auch von liebevollen Händen geformt. Der Mensch, der es gestaltet hat, wird wohl nie erfahren, wie sehr ich mich über diesen kleinen Fund gefreut habe. Für mich war es so ein typischer Herz-Moment – überraschend, still und einfach schön.
Und jetzt bin ich gespannt auf eure Beiträge. Ich freue mich von Herzen auf alles, was ihr entdeckt, festgehalten und mitgebracht habt.
Nächster Termin:
16. März 2026

Anne Seltmann 02.03.2026, 01.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
1. Gelesen: * "491 Tage: In den Tunneln der Hamas/Das erste Memoire einer befreiten israelischen Geisel"
Stell dir vor, du wirst plötzlich aus deinem Zuhause gerissen, getrennt von allem, was dir lieb ist – Familie, Routinen, Zukunft. Genau das passiert dem Autor am 7. Oktober 2023: Vor den Augen seiner Frau und Töchter wird er verschleppt und in ein labyrinthartiges Tunnelsystem geführt – Orte, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch dunkel sind. Das Buch ist kein politisches Statement, sondern ein eindringlicher Blick auf menschliche Erfahrung. Es erzählt von 491 Tagen Gefangenschaft: körperliche Schmerzen, Enge, Hunger, Angst – aber auch von den inneren Wegen, nicht zu zerbrechen. Der Autor schildert dies mit Klarheit, nicht mit Wut, und zeigt, wie Hoffnung zur täglichen Entscheidung wird und selbst kleinste Gesten von Menschlichkeit überlebenswichtig sein können.
Besonders ist die Menschlichkeit des Buches: Es geht um Überlebenswillen, Erinnerungen, die bleiben, und Sehnsucht nach einem Leben, das trotz allem weitergeht. Nüchtern und eindringlich hinterlässt es eine stille, tiefe Wirkung – ein Buch, das lange nachhallt.
2. Gehört/Gesehen | Gehört: Podcast * "Ronzheimer" Trumps Großangriff auf Iran: Ist Chamenei tot?
Gesehen: * "Das Schloss aus Glas" Romanverfilmung.
Die Verfilmung des New York Times- und Spiegel-Bestsellers von Jeannette Walls. Für Jeannette ist die Welt ein Abenteuer voller Wunder und Gefahren zugleich. Ihr Vater Rex holt ihr die Sterne vom Himmel, vertreibt die Schatten aus ihren Träumen und schenkt ihr Momente voller Magie. Hunger, ständige Umzüge, eine widerspenstige Mutter – all das scheint nebensächlich, solange die Familie zusammenhält. Doch hinter der Leichtigkeit lauert die harte Realität: Die Armut frisst sich in ihr Leben, die Versprechen des Vaters zerbrechen wie Glas, und die Welt, die sie sich aus Geschichten gebaut hat, wird auf die Probe gestellt.
4. Genuss: An diesem Wochenende gab es für zwei Tage Königsberger Klopse mit Kartoffeln und roter Beete. Wie lieben es!!!
5. Drinnen/Draußen: Nur zum Einkaufen und ein Arztbesuch hat mich nach draussen gebracht.Anne Seltmann 01.03.2026, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Anne Seltmann 24.02.2026, 10.40 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL