Tag: Spiel

Nächste Runde: Die Würfel sind gefallen für Rolands Würfelspiel
Zur Info lest ihr einfach die Regeln auf Rolands Blog
Diesmal wurde mit 4 Würfel gewürfelt und meine Zahlen waren 1 + 2 + 4 + 5 = 12 = L der 12. Buchstabe im Alphabet
Ich habe den Leuchtturm gewählt, eines meiner Lieblingsmotive
Der Leuchtturm in Bülk ist das älteste Seezeichen an der Einfahrt zur Kieler Förde und fällt seit seiner letzten Sanierung besonders auf. Früher hatte er verschiedene Farbschemata, doch bei der umfassenden Renovierung Ende 2020 bekam er ein völlig neues Erscheinungsbild: statt des alten dunklen Streifens trägt er nun zwei kräftige grüne Ringe auf weißem Grund. Auch einige Details wie die Galerie und die technische Ausstattung wurden modernisiert.
Diese neue Farbgestaltung hat keinen dekorativen, sondern einen funktionalen Hintergrund. Die markanten grünen Streifen dienen als klare Erkennungsmarke bei Tageslicht und machen den Turm für Schiffe aus größerer Entfernung besser unterscheidbar. Zusammen mit dem Lichtsignal in der Nacht hilft die Farbgebung also dabei, die Schifffahrt sicher durch die Förde zu leiten.
So ist der Leuchtturm Bülk heute nicht nur ein Stück Küstengeschichte, sondern auch ein modernes Leitfeuer mit bewusst gewähltem, auffälligem Aussehen.
Anne Seltmann 06.12.2025, 04.41 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Verspielte Babykatzen sind wie kleine Flausch-Raketen mit eingebautem Chaos-Modus. Eine Sekunde sitzen sie unschuldig da, als könnten sie kein Wässerchen trüben – und in der nächsten jagen sie ihrem eigenen Schwanz hinterher, als wäre er ein international gesuchter Schurke.
Sie stolpern beim Rennen über ihre eigenen Pfoten, tun dann aber so, als wäre genau das der Plan gewesen. Springen auf Kartons, in die sie nicht passen, verschwinden in Tüten, die rascheln, und finden jedes einzelne Objekt im Haushalt verdächtig genug, um es mindestens zehn Minuten lang zu beobachten.
Und wenn sie dann müde werden, fallen sie einfach um. Mitten im Spielen. Wie ein kleiner Flausch-Computer, dessen Akku plötzlich leer ist.
Kurz gesagt: Babykatzen sind die süßeste Form von Anarchie – und man kann ihnen einfach nicht böse sein.
Anne Seltmann 19.11.2025, 06.06 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Für meinen heutigen Beitrag für Rolands Würfelspiel, habe ich wieder die Würfel sprechen lassen:
5 + 4 + 1 + 1 = 11.
Der elfte Buchstabe im Alphabet ist das K – und genau das passt wunderbar zu meinem heutigen Thema: Kanal.
Meine Bilder stammen aus Wismar, genauer gesagt von der Schweinsbrücke. Das Gewässer, das dort so ruhig unter den alten Mauern fließt, ist kein natürlicher Fluss, sondern ein künstlich angelegter Stadtkanal. Er gehört zum historischen Wasserlaufsystem der Hansestadt, das bereits im Mittelalter zur Entwässerung, Wasserversorgung und zum Betrieb von Mühlen diente.
Der Kanal an der Schweinsbrücke führt sein Wasser vom Mühlenteich durch die Altstadt bis hinunter zum Hafen. Er sieht aus wie ein kleiner Fluss, ist aber tatsächlich ein Stück mittelalterlicher Ingenieurskunst – und verleiht Wismar bis heute seinen besonderen Charme.


In Wismar kann man an der Schweinsbrücke eine besonders charmante kleine Szene entdecken: drei bronzene Schweine, die mitten im Stadtleben ihren eigenen Auftritt haben. Da ist das dicke Mutterschwein, das sich genüsslich auf den Pflastersteinen räkelt, flankiert von zwei neugierigen Ferkeln, die schnüffelnd und grunzend so wirken, als wollten sie gleich in den Kanal springen.
Die Figuren sind so liebevoll modelliert, dass man fast meint, sie würden sich im nächsten Moment bewegen. Kinder kraulen ihnen über den Rücken, Erwachsene zücken lachend die Kamera – kaum jemand geht vorbei, ohne stehen zu bleiben. Angeblich soll das Streicheln der Schweinenase Glück bringen, was man an der goldglänzenden Schnauze unschwer erkennen kann.
Die Bronzeschweine sind ein herrliches Beispiel für Wismars augenzwinkernden Humor. Zwischen all den gotischen Backsteinfassaden und alten Giebeln erinnern sie daran, dass Geschichte und Spaß in dieser Stadt wunderbar zusammenpassen. Ein bisschen Schwein gehabt, wer sie entdeckt!

Januar, Februar, März:
Es wird mit 1 Würfel gewürfelt.
Beispiel: Wird eine 2 gewürfelt, ist der entsprechende Buchstabe B. Ein passendes Wort könnte "Baum" sein, und dazu wird ein Bild erstellt.
April, Mai, Juni:
Es wird mit 2 Würfeln gewürfelt.
Beispiel: Bei einer gewürfelten 8 entspricht dies dem Buchstaben H, und das Wort könnte "Haus" lauten.
Juli, August, September:
Es wird mit 3 Würfeln gewürfelt.
Beispiel: Eine gewürfelte Summe von 15 ergibt den Buchstaben O, woraus z. B. das Wort "Orange" entstehen könnte.
Oktober, November, Dezember:
Es wird mit 4 Würfeln gewürfelt.
Beispiel: Eine Summe von 20 ergibt den Buchstaben T, und ein passendes Wort könnte "Turm" sein.
Zu diesem Buchstaben suchst man ein Wort und erstellt ein Bild, das man in einem Beitrag teilt.
Der Beitrag wird jeweils am Monatsanfang gezeigt. Man hat den ganzen Monat Zeit, den Beitrag zu erstellen und bei Roland zu verlinken.
Anne Seltmann 03.11.2025, 06.02 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Nächste Runde: Heute wurde wieder gewürfelt für Rolands Würfelspiel
Zur Info lest ihr einfach die Regeln auf Rolands Blog
Diesmal wurde mit 4 Würfel gewürfelt und meine Zahlen waren:
2 + 3 + 4 + 4= 13
So komme ich auf den Buchstaben M. Dafür habe ich die Menora gewählt, die ich in einem Jüdischen Museum fotografiert habe.
Ich wollte schon immer wissen, woher die Menora eigentlich stammt – dieser wunderschöne siebenarmige Leuchter, der mich jedes Mal aufs Neue fasziniert. Für mich hat er etwas Zeitloses, fast Majestätisches. Ursprünglich war die Menora kein bloßes Schmuckstück, sondern ein heiliger Leuchter im Tempel von Jerusalem. Aus purem Gold gefertigt, sollte sie Tag und Nacht brennen – als Symbol für das göttliche Licht, für Weisheit, Erkenntnis und die Gegenwart Gottes.
Jeder ihrer sieben Arme hatte seine eigene Bedeutung. Zusammen erinnern sie an die Schöpfung: sechs Tage Arbeit, ein Tag der Ruhe. Manche sehen in ihr auch das Wissen, das sich von einer zentralen Quelle aus in alle Richtungen entfaltet – wie das Licht, das Schatten vertreibt.
Nach der Zerstörung des Tempels blieb die Menora nicht einfach verschwunden. Sie wurde zum Sinnbild des Überlebens und der Hoffnung, zum leuchtenden Zeichen dafür, dass selbst in dunklen Zeiten ein Funke weiterbrennt. Heute begegnet man ihr in Synagogen, auf alten Münzen und sogar im Wappen Israels – sie hat ihren Platz in der Geschichte gefunden, aber auch im Herzen vieler Menschen.
Ich persönlich finde die Menora besonders schön. Vielleicht, weil sie so viel mehr ist als ein Leuchter – sie trägt die Wärme von Jahrhunderten in sich, die Erinnerung an Licht, das nie ganz erlischt.
05.10.2025, 06.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Aufgabe des Spiels ist: Würfeln, einen Buchstaben ermitteln, ein passendes Wort dazu finden und ein Bild machen.
Meine Würfelzahlen waren 5+5+6=16.
Das ist der 16. Buchstabe im Alphabet. Folglich ist es ein P. Ich habe mich für Pinguine entschieden.

Anne Seltmann 01.09.2025, 16.09 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich habe mit 3 Würfeln 5+5+ 2= 12 gewürfelt und somit ist das der 12 Buchstabe im Alphabet
L wie Lavendel
Um das Würfelspiel zu verstehen, muss man sich die Regeln von Roland einmal durchlesen.
Anne Seltmann 15.08.2025, 09.11 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es ist wieder Zeit für Rolands Würfelspiel. Im Juli, August und September wird mit 3 Würfeln gewürfelt.
Beispiele findet ihr bei >> Roland <<
Die Würfel fielen – 4+2+1=7
Macht folglich der 7. Buchstabe im Alphabet. Somit ist es das G.
Ich habe dafür Graffiti herausgesucht.
Anne Seltmann 04.07.2025, 17.07 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es ist wieder Zeit für Rolands Würfelspiel. Im April, Mai, Juni wird mit 2 Würfeln gewürfelt.
Beispiele findet ihr bei >> Roland <<
Die Würfel fielen: 5+4= 9
Somit ist es das I im Alphabet.
Ich habe dafür ein Archivbild mit einem IGEL hervorgekramt
Es war ein später Nachmittag im August 2021, die Sonne stand schon tief, und das Maisfeld hinter unserem Dorf rauschte geheimnisvoll im warmen Wind. Ich hatte beschlossen, ein paar trockene Blätter für meine Herbstdeko zu sammeln – und wie ich so zwischen den hohen, knisternden Stängeln umherging, hörte ich plötzlich ein leises Rascheln.
Zuerst dachte ich an eine Maus. Oder vielleicht ein Kaninchen. Neugierig schob ich ein paar Halme beiseite – und da saß er. Ein Igel. Mitten im Maisfeld. Rund wie ein Kissen, verlegen zusammengerollt, nur seine schwarze Schnauze lugte hervor.
Ich blieb ganz still, und nach einem Moment wagte er sich aus seinem Stachelpanzer. Und dann – als hätte er sich ertappt gefühlt – begann er hektisch, sich zwischen die Stängel zu drücken, als wolle er sagen: "Ich war gar nicht hier!"
Ich konnte nicht anders, ich lachte laut. Der Igel blieb kurz stehen, schaute mich mit seinen Knopfaugen an – vorwurfsvoll, wie ich fand – und trottete dann beleidigt davon. Seitdem schaue ich jedes Mal zweimal hin, wenn es im Mais raschelt. Wer weiß, ob Herr Stachel nicht wieder heimlich auf Streifzug ist.

Anne Seltmann 01.06.2025, 05.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Beispiele findet ihr bei >> Roland <<
Die Würfel fielen – zwei Sechsen. Ein satter Pasch!
Macht folglich 12. Somit ist es das L im Alphabet.
Ich habe dafür die Litfaßsäulen herausgesucht.

Manchmal denke ich zurück an die Straßen meiner Kindheit, an das Pflaster unter den Füßen und den Geruch von feuchtem Papier nach einem Regenschauer. Zwischen grauen Häuserzeilen gab es kleine Wunder zu entdecken. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Litfaßsäulen nicht nur Plakatträger, sondern kleine Verkaufsläden waren – verborgenes Stadtleben auf engstem Raum. Dort kaufte man Kaugummis oder Zeitungen, sprach ein paar Worte mit der alten Dame hinter dem winzigen Fenster. Es war eine Zeit, in der selbst Reklame Platz für Menschliches ließ.
Anne Seltmann 07.05.2025, 08.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es war der Abend, an dem das Schachbrett nicht nur aus Holz und Figuren bestand, sondern plötzlich ein eigenes Bewusstsein entwickelte. Es begann leise, ein winziges Ruckeln unter der Oberfläche. Der König rieb sich seine Hände, als wüsste er, dass etwas Großes bevorstand.
"Schach?", fragte der andere Spieler, ein Mann mit einer Mütze, die viel zu groß für ihn war. Er beugte sich vor, als wolle er das Brett in den Griff bekommen. Doch es war zu spät. Die Felder begannen zu murmeln, und die Dame auf D1 erhob sich langsam und sagte: "Ihr glaubt, es sei ein gewöhnliches Spiel? Ihr täuscht euch."
Der Spieler, nennen wir ihn Arnold, starrte das Schachbrett an, als sei es das erste Mal, dass er es wirklich wahrnahm. "Was? Was redest du da, Dame?"
"Oh, du ahnst nicht, was du hier spielst", antwortete sie mit einem unheilvollen Lächeln. "Das hier ist kein gewöhnliches Schachspiel. Dieses Brett hat seine eigenen Regeln. Und das Spiel beginnt erst, wenn du beginnst zu verstehen."
Arnold fuhr sich durch die Haare und versuchte, sich auf den Verlauf des Spiels zu konzentrieren. Der König grinste ihm zu, was zugegeben etwas unheimlich war, und sagte: "Du hast dich sicher schon gefragt, warum ich so oft auf der Stelle trete, oder?"
"Ich dachte, du seist einfach schwach", murmelte Arnold und zog seine Dame vorsichtig, ohne den Blick vom König zu lassen.
"Schwach? Schwach, sagt er!", brüllte der König plötzlich. "Du hast noch nie gesehen, was ich kann! Schach ist ein Spiel der Psyche, und du bist viel zu beschäftigt mit deinen langweiligen Zügen."
Da hüpfte der Bauer auf B2 plötzlich von seinem Feld, sprang von einem Quadrat zum nächsten und landete auf D5, wo er sich in eine Springerin verwandelte. "Äh, Entschuldigung, aber ich wollte einfach mal ausprobieren, wie es ist, nicht immer als Bauer herumzurobben!"
Arnold starrte nur noch auf das Schachbrett, als plötzlich der Läufer auf C1 sich erhob, zu ihm über den Tisch sprang und sagte: "Hör zu, Arnold, du spielst gerade gegen ein völlig anderes Level von Schach! Hier geht es um intuitive Züge und Tanzbewegungen. Glaub mir, ich habe die besten Moves gesehen!"
Arnold versuchte verzweifelt, die Kontrolle zurückzugewinnen, aber das Schachbrett schien sich immer mehr von ihm zu lösen. Die Felder begannen zu kichern, die Figuren machten seltsame Tanzbewegungen, als wären sie plötzlich im Karneval.
"Was… was passiert hier?!" stammelte Arnold.
"Du hast es nie verstanden, oder?", fragte der König, der nun plötzlich ein kleines Tanzbein schwang. "Schach ist nicht nur ein Spiel. Es ist Theater. Es ist Kunst. Und du bist nur ein Statist in dieser grandiosen Inszenierung!"
Und so ging das Spiel weiter, bis Arnold völlig verwirrt in die Luft starrte. Plötzlich landete die Dame in seiner Hand und sagte mit einem Zwinkern: "Du hast es gewonnen… oder auch nicht. Aber es war auf jeden Fall ein spektakulärer Versuch."
Arnold konnte nicht mehr sagen, ob er gewonnen oder verloren hatte. Aber eines war sicher: Er würde nie wieder Schach ohne eine ordentliche Portion Fantasie spielen.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 12.04.2025, 08.27 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL