Tag: Ente
Gelesen: * Die Belasteten: Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte (Die Zeit des Nationalsozialismus.)
Gehört/Gesehen: * Best of Philip Glass / * Makellos mit Adele Neuhauser & Ulrich Noethen. (ARD Mediathek)
Erlebnis: Nichts, dass erwähnenswert wäre.
Genuss: Polnischer Schweinebraten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree (Wochenend-Essen)
Drinnen/Draußen: Viel am PC gesessen, * Calvendo Kalender vorbereitet/ Nur zum Einkaufen.
Web-Fundstück/e: Einen * Miniatur Kalender Eine grandiose Idee! Aber schaut selbst!
Hobbys: stricken, Kalender gestalten, Postkarten entwerfen
[* Namensnennung und Verlinkung…unbezahlt]
Anne Seltmann 15.03.2026, 07.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
1. Gelesen: * "491 Tage: In den Tunneln der Hamas/Das erste Memoire einer befreiten israelischen Geisel"
Stell dir vor, du wirst plötzlich aus deinem Zuhause gerissen, getrennt von allem, was dir lieb ist – Familie, Routinen, Zukunft. Genau das passiert dem Autor am 7. Oktober 2023: Vor den Augen seiner Frau und Töchter wird er verschleppt und in ein labyrinthartiges Tunnelsystem geführt – Orte, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch dunkel sind. Das Buch ist kein politisches Statement, sondern ein eindringlicher Blick auf menschliche Erfahrung. Es erzählt von 491 Tagen Gefangenschaft: körperliche Schmerzen, Enge, Hunger, Angst – aber auch von den inneren Wegen, nicht zu zerbrechen. Der Autor schildert dies mit Klarheit, nicht mit Wut, und zeigt, wie Hoffnung zur täglichen Entscheidung wird und selbst kleinste Gesten von Menschlichkeit überlebenswichtig sein können.
Besonders ist die Menschlichkeit des Buches: Es geht um Überlebenswillen, Erinnerungen, die bleiben, und Sehnsucht nach einem Leben, das trotz allem weitergeht. Nüchtern und eindringlich hinterlässt es eine stille, tiefe Wirkung – ein Buch, das lange nachhallt.
2. Gehört/Gesehen | Gehört: Podcast * "Ronzheimer" Trumps Großangriff auf Iran: Ist Chamenei tot?
Gesehen: * "Das Schloss aus Glas" Romanverfilmung.
Die Verfilmung des New York Times- und Spiegel-Bestsellers von Jeannette Walls. Für Jeannette ist die Welt ein Abenteuer voller Wunder und Gefahren zugleich. Ihr Vater Rex holt ihr die Sterne vom Himmel, vertreibt die Schatten aus ihren Träumen und schenkt ihr Momente voller Magie. Hunger, ständige Umzüge, eine widerspenstige Mutter – all das scheint nebensächlich, solange die Familie zusammenhält. Doch hinter der Leichtigkeit lauert die harte Realität: Die Armut frisst sich in ihr Leben, die Versprechen des Vaters zerbrechen wie Glas, und die Welt, die sie sich aus Geschichten gebaut hat, wird auf die Probe gestellt.
4. Genuss: An diesem Wochenende gab es für zwei Tage Königsberger Klopse mit Kartoffeln und roter Beete. Wie lieben es!!!
5. Drinnen/Draußen: Nur zum Einkaufen und ein Arztbesuch hat mich nach draussen gebracht.Anne Seltmann 01.03.2026, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Freundinnen bleiben wir immer
Ich erinnere mich noch an den Moment, als wir uns das erste Mal wirklich offen begegnet sind. Zwischen Lachen und Zögern entstand etwas, das wir damals noch nicht benennen konnten. Es war kein lauter Anfang, sondern ein leises Gefühl von Vertrautheit. Mit den Jahren haben wir Erinnerungen gesammelt und Krisen gemeinsam überwunden.Du kennst meine Zweifel genauso gut wie meine Stärken. Oft reicht ein Blick, um zu wissen, was die andere fühlt.
In stillen Momenten bedeutet mir deine Nähe mehr als jedes Wort. Wir haben gelernt, dass Freundschaft auch Abstand und Unterschiede aushält. Manchmal gingen wir eigene Wege, doch verloren haben wir uns nie. Deine Ehrlichkeit erinnert mich daran, wer ich wirklich bin.Selbst wenn das Leben laut und fordernd wird, bleibt unsere Verbindung still und tragfähig . Ich weiß, dass ich bei dir ich selbst sein darf, ohne etwas erklären zu müssen.
Unsere Freundschaft ist für mich ein Zuhause, weil sie wahr, geduldig und gewachsen ist.Sie braucht keine täglichen Worte, sondern Beständigkeit. Und egal, was noch kommt- Freundinnen bleiben wir immer, auf unsere Weise.
[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]
Anne Seltmann 13.01.2026, 05.22 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gelesen: "Gebt mir etwas Zeit" von * Hape Kerkeling.
Gehört/Gesehen: Nachrichten rauf und runter / TATORT TRAUMSCHIFF. Man sagt, dass seit 2011 mehr als 300 Kreuzfahrt-Reisende verschwunden sind und für tot erklärt wurden. Diese reale Serie wirft ein Licht auf diese Fälle und versucht, die Wahrheit aufzudecken, was wirklich auf hoher See geschah.
Erlebnis: Meinen derzeit langen Krankenstand pflegen: Gürtelrose und eine nicht enden wollende Erkältung.
Genuss: Ich liebe die chinesische Küche, daher habe ich diese Woche einmal Pute süß-sauer zubereitet.
Drinnen/Draußen: Ich war mehr drinnen als draußen. Draußen nur, um meine Ärtzin des Vetrauens aufzusuchen und mit dem Liebsten einen Großeinkauf zu tätigen.
Web-Fundstück: Seit Neuestem die Mitmachaktion von Manuela: Kurzgeschichten zum Ausfüllen.
Hobbys: Ich stricke zur Zeit einen Pullover.
Anne Seltmann 11.01.2026, 07.45 | (6/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Mein verrückter Lese-Tag
Heute wachte ich auf und dachte: "Warum aufstehen, wenn
man auch lesen kann?"
Ich schnappte mir mein Lieblingsbuch, das "Die völlig unerklärliche
Explosion der sprechenden Bücher" heißt, geschrieben von Professor Dr.
Max Fantasius.
Schon beim ersten Blick aufs Cover fühlte ich mich leicht verwirrt, aber sehr neugierig. Ich setzte mich in meinen knarzenden Lieblingssessel, der bei jeder Bewegung protestierte, und machte es mir gemütlich. Neben mir stand mein treuer Begleiter, mein Hund Keks, der mich beim Lesen durch lautes Schnarchen motivierte.
Die erste Seite begann mit "An diesem Morgen lief absolut alles schief…“, und sofort dachte ich: "Oh oh, das wird chaotisch!" Die Hauptfigur, Berta, ist besonders schräg, weil sie mit Büchern spricht und sie frech zurückantworten. Besonders witzig fand ich, als ein Kochbuch plötzlich versuchte, ein Gedicht zu kochen. Ich konnte nicht aufhören zu lachen, besonders bei der Stelle, an der das Wörterbuch beleidigt davonrollte.
Zwischendurch snackte ich Chips, die lauter waren als meine Gedanken, was das Lesen noch krümeliger machte. Nach ein paar Stunden fühlte ich mich so belesen, dass mein Kopf rauchte, also beschloss ich, eine Pause zu machen und dramatisch aus dem Fenster zu starren und nichts zu tun.
Am Ende des Buches hoffe ich, dass alle Bücher wieder normal werden, sonst werde ich nie wieder einer Bücherei trauen. Dieses Buch würde ich auf jeden Fall jedem empfehlen, der lachen kann – es ist total bekloppt und großartig!
[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]
Hast du auch Lust auf eine freche Schreib-Spielerei von Manuela –
und das jeden Dienstag?
Dann misch mit!
Manuela startete in ihrem Blog ein Projekt für alle, die Spaß am Schreiben haben – ganz ohne Perfektionsdruck. Jede Woche gibt es einen neuen Lückentext: mal lustig, mal spannend, manchmal herrlich verrückt. Du füllst die freien Stellen mit deinen eigenen Ideen und schon entsteht deine ganz persönliche Kurzgeschichte.
So funktioniert Manuelas Projekt:
Lies
den Lückentext der Woche (keine Ausreden!
).
Fülle die Lücken – spontan, kreativ oder völlig überdreht. Alles ist erlaubt!
Teile deine Version:
Also los – Tastatur warmmachen und zeigen, was in dir steckt!
Anne Seltmann 09.01.2026, 09.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
1_Gelesen : "Der Freiwillige"
2_Gehört/Gesehen: "Die Nürnberger Prozesse" (bestimmt zum 20zigsten Mal)
3_Erlebnis: einer meiner Enkelbuben hat mir ein Bild gemalt, weil es mir zurzeit nicht so gut geht!
4_Genuss: Grünkohl, Kasseler und Kartoffeln
5_Drinnen/Draußen: eher drinnen zurzeit
6_Web-Fundstück/e: Derzeit habe ich nichts auf Lager
7_Hobbys: Immer noch fotografieren, KI-Bilder generieren, Nähen, Stricken etc.
Die beantworteten Satzfragmente habe ich in fett markiert
Anne Seltmann 23.11.2025, 09.03 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Calla, die botanisch eigentlich Zantedeschia heißt, stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika, wo sie in feuchten Gebieten wächst. Ihre elegante Form ist kein Zufall: Eigentlich ist das, was wir als Blüte wahrnehmen, nur ein hochgewachsenes Hochblatt, das den eigentlichen Blütenkolben umschließt. Dieses reduzierte, fast skulpturale Erscheinungsbild hat sie zu einer der beliebtesten Blumen für besondere Anlässe gemacht – von Trauerfeiern bis zu Hochzeiten, ein Spannungsfeld, das kaum eine andere Blume so selbstverständlich trägt.
In der Symbolik steht die Calla oft für Reinheit, Eleganz, Wiedergeburt und Übergang. Vielleicht, weil ihre Form so ruhig wirkt, fast wie ein Zwischenraum: etwas, das beginnt oder endet, aber beides mit derselben Gelassenheit.
Außerdem ist die Calla nicht nur schön, sondern auch robust. Sie wächst im Garten, in Vasen und sogar in Töpfen erstaunlich zuverlässig. Wichtig ist nur, dass sie genügend Feuchtigkeit bekommt – ein Echo ihrer Herkunft aus sumpfigen Regionen.
Und noch ein kleiner Fun-Fact: Trotz ihres eleganten Rufes ist sie giftig. Alle Pflanzenteile enthalten Stoffe, die Haut und Schleimhäute reizen können. Schönheit mit klarer Grenze also – sie zeigt deutlich, wie nah Anmut und Vorsicht manchmal beieinander liegen.
Anne Seltmann 21.11.2025, 05.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Geschichte der Chrysantheme beginnt im alten China, vor über zweitausend Jahren. Dort galt sie nicht nur als Blume, sondern als Symbol für ein ganzes Lebensgefühl. Eine Legende erzählt von einem Kaiser, der von der Blume hörte, deren Saft Unsterblichkeit schenken sollte. Er sandte junge Männer und Frauen über das Meer, um sie zu finden. Sie kamen nie zurück – man sagt, sie seien auf einer Insel gestrandet und hätten dort das Land gegründet, das später Japan wurde.
In Japan wurde die Chrysantheme zur kaiserlichen Blume. Ihr Blütenmuster ziert noch heute das Wappen und den Thron, die "Chrysanthemenkrone". Sie steht für Reinheit, Beständigkeit und das stille Glück eines langen Lebens. Jedes Jahr im Herbst wird das "Kiku Matsuri" gefeiert, ein Fest zu Ehren dieser Blume, bei dem unzählige Chrysanthemen in kunstvollen Formen gezeigt werden – wie Tempel, Tiere oder Wellen.
In Europa kam sie erst im 17. Jahrhundert an, über Handelsrouten aus Asien. Zuerst galt sie als exotische Kostbarkeit, dann als Friedhofsblume. Ihr Anblick wurde hier zu einem Symbol des Gedenkens, des stillen Abschieds. So trägt sie zwei Bedeutungen in sich: im Osten das Leben, im Westen den Tod.
Eine Blume also, die über Jahrhunderte reist, Bedeutungen verändert und dennoch bleibt, was sie ist – schön in der Kälte des Herbstes, wenn alles andere schon vergeht.
Anne Seltmann 31.10.2025, 05.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Astern sind die späten Sterne des Gartens – und ihr Name verrät es schon: Er stammt vom griechischen Wort "aster", das schlicht "Stern" bedeutet. Ursprünglich kommen sie aus Nordamerika, einige Arten auch aus Europa und Asien. Dort wachsen sie wild auf Wiesen, an Waldrändern oder in Gebirgsregionen, wo sie Sonne und frische Luft lieben.
Im Laufe der Zeit fanden sie ihren Weg in unsere Gärten und wurden zu Symbolen des Spätsommers. Wenn die Sonne schon tiefer steht und die Tage leiser werden, öffnen sie ihre sternförmigen Blüten in Violett, Blau, Rosa oder Weiß – als wollten sie sagen: Noch ist das Jahr nicht vorbei. Bienen und Schmetterlinge schätzen sie als letzte, leuchtende Einladung, bevor der Herbst kommt.
Astern tragen etwas Tröstliches in sich – sie zeigen, dass das Ende einer Jahreszeit kein Verblassen sein muss, sondern ein Aufleuchten. Ein letzter Gruß des Sommers, der noch einmal alles gibt.


Anne Seltmann 17.10.2025, 06.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Stell dir vor: Du kommst voller Vorfreude ins Bad, Kerzen sind angezündet, das Schaumbad duftet nach Lavendel, und die Wanne ist perfekt eingelassen. Doch anstatt eines entspannten Moments erwartete dich ein Anblick, der eher an eine skurrile Komödie erinnert: In der Wanne hocken schon 8 weiße Enten, schnattern vergnügt und haben das Schaumbad kurzerhand für sich beschlagnahmt.
Eine der Enten streckt die Flügel aus, als wollte sie sagen: "Ah, genau die richtige Temperatur." Eine andere taucht immer wieder den Kopf ins Wasser, bläst Blubberblasen und kichert gackernd. Die frechste Ente hat sich sogar einen Seifenbart gezaubert und stolziert nun stolz im Schaum herum, als sei sie der Kaiser höchstpersönlich.
Du stehst fassungslos in der Tür, während die Enten ausgelassen planschen, mit Schaumfontänen jonglieren und die Badeente, die du so liebevoll platziert hattest, als neuen Spielkameraden adoptieren. Statt meditativer Ruhe herrscht nun ein wildes Entenkonzert.
Am Ende bleibst du seufzend zurück, Handtuch über der Schulter, während die Enten dein Bad in eine Wellness-Oase für Wasservögel verwandeln. Immerhin, tröstest du dich, ist es ja irgendwie schön zu sehen, wie viel Spaß sie haben. Und vielleicht, ganz vielleicht, lassen sie dir beim nächsten Mal wenigstens ein bisschen Platz am Wannenrand.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 20.09.2025, 05.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL