Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Eier

Heute ist "Lies ein Buch Tag"







Die exakten Ursprünge des "National Read a Book Day" (in Deutschland auch als "Lies-ein-Buch-Tag" bekannt) bleiben leider unklar. Es gibt keine eindeutigen Informationen darüber, wer diesen Aktionstag ins Leben gerufen hat oder wann genau er begann.
Einige Hinweise deuten darauf hin, dass dieser Tag möglicherweise Anfang der 2000er Jahre von einer Bibliothekarin oder einem Bibliothekar in den USA initiiert wurde – mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche zum Lesen zu ermutigen. Allerdings lässt sich weder das genaue Datum noch der Ursprung zweifelsfrei nachweisen.

Dieser Tag ist ein schöner Anlass, sich bewusst zu machen, wie kostbar Geschichten sind. Doch gerade in Familien geht diese Tradition leider oft verloren. Viele Eltern lesen ihren Kindern kaum noch vor, weil der Alltag drängt, das Handy lockt oder einfach die Zeit fehlt. Dabei ist Vorlesen so viel mehr als nur Worte auf Papier: Es schafft Nähe, fördert Sprache, weckt Fantasie und schenkt gemeinsame Momente, die bleiben.
Ein Buch am Abend kann eine Brücke bauen – zwischen Eltern und Kindern, zwischen Realität und Traum. Und genau das fehlt vielen heute.



Ein Buch zu lesen fühlt sich an wie ein kleiner Zauber, der sofort wirkt, sobald man die erste Seite aufschlägt. Man taucht in eine Welt ein, die ganz nah und doch unendlich weit entfernt ist. Die Gedanken werden leichter, der Alltag tritt zurück, und plötzlich trägt einen die Geschichte – mal wie ein leiser Fluss, mal wie ein Sturmwind. Man hört die Stimmen der Figuren im Kopf, spürt ihre Freude, ihre Sorgen, fast so, als säße man mitten unter ihnen. Es ist ein Gefühl von Geborgenheit und Freiheit zugleich: Man ist ganz bei sich und gleichzeitig überall auf der Welt 





Anne Seltmann 06.09.2025, 07.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zum Tod von Laura Dahlmeier






Worte, die entmenschlichen

Es gibt Ausdrücke, die mehr zerstören als benennen – und einer davon ist für mich "Leichnam oder menschliche Überreste". Ein Wort, das in sich kein Einfühlungsvermögen trägt, keinen Rest von Menschlichkeit.

Gestern ging die Nachricht durch alle Medien: Laura Dahlmeier, die Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin im Biathlon, ist bei einem tragischen Bergunglück in Pakistan ums Leben gekommen. In Berichten heißt es nüchtern: ihr Leichnam bleibt am Berg, ganz in ihrem Sinne und Wunsch. Doch dieser nüchterne Begriff verzerrt alles.

Laura war kein "Leichnam". Sie war ein Mensch mit Mut, Leidenschaft, Humor und Bodenständigkeit – eine Inspiratorin weitaus über den Sport hinaus.

Wenn Journalist:innen oder Behörden in ihrer Berichterstattung dieses Wort verwenden, fühle ich, wie sich nicht nur die Erinnerung ihrer Person entfernt – sondern wie sich auch unserer gemeinsames Menschsein entfremdet. Leichnam klingt wie etwas, das wir wegräumen, zurücklassen, verschwinden lassen könnten.

Ich halte eine Sprache für nötig, die Menschen nicht in Kategorien verwandelt, sondern sie ehrt – die sensibel bleibt, auch wenn Worte über Leben und Tod entscheiden. Laura hat gerne Berge bestiegen, sie war Abenteurerin aus Überzeugung, bis zuletzt. Ihre Entscheidung, im Unfallfall keine Bergungsaktion zu riskieren, unterstreicht am Ende ihre Bodenständigkeit und Haltung.

Ich wünsche mir, dass wir im Angesicht von Tod und Trauer nicht vergessen: Hinter jeder Meldung steht ein Name, ein Leben, eine Geschichte. Und dass wir Worte wählen, die das Respektieren – nicht Worte, die die Menschlichkeit auf ein Ding reduzieren. Denn das, was Laura Dahlmeier hinterlässt, ist weit größer als jeder sportliche Rekord. Es ist ein Vermächtnis, das in Erinnerungen weiterlebt – nicht in einem Begriff wie "Leichnam".

 

Mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die um Laura Dahlmeier trauern. Sie war weit mehr als ein Name im Sport – ein Mensch voller Mut, Leidenschaft und Wärme. 



Nachwort:

 

Das Wort Leichnam stammt aus dem Althochdeutschen und setzt sich ursprünglich aus zwei Teilen zusammen:

 

    līh oder līk = "Körper, Gestalt, Leiche"

 

    nam = "genommen, übernommen“ oder auch "Name"

 

Im Mittelhochdeutschen bedeutete lichnam noch ganz neutral "menschlicher Körper" – egal, ob lebendig oder tot. Erst im Laufe der Zeit, etwa ab dem Spätmittelalter, verschob sich die Bedeutung zu "toter Körper eines Menschen".


Anne Seltmann 31.07.2025, 08.53 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 223



N° 223 


In einem Nautik-Shop entdeckt.








Anne Seltmann 26.03.2025, 07.20 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

MosaicMonday N° 66



N° 66 




In 26 Tagen ist Ostern – klar, dass man an jeder Ecke etwas Österliches sieht. Mein Lieblings-Gartencenter bildet da keine Ausnahme und dient oft als Kulisse für so manches Motiv.

Heute habe ich eine kleine Geschichte aus meiner Kinderzeit im Gepäck:

Zu Ostern hatte meine Lieblings-Tante Mariechen immer eine besondere Tradition: Jedes Ei, dass sie versteckte, enthielt eine kleine Überraschung. Manchmal war es ein Geldstück, manchmal ein klitzekleines Spielzeug oder ein handgeschriebener Zettel mit einer Weisheit.

Einmal war die ganze Familie besonders gespannt – denn meine Tante  hatte geheimnisvoll verkündet, sie hätte sich "etwas ganz Besonderes" ausgedacht. Die Eiersuche begann, und jeder öffnete neugierig sein gefundenes Ei.

Mein Schwester zog eine 5-D-Mark-Münze heraus, meine Bruder eine kleine Schokoladenfigur, und dann kam mein Paps an die Reihe. Mit einem breiten Grinsen knackte er sein Ei – und hielt plötzlich einen kleinen, aufgerollten Zettel in der Hand. Er entfaltete ihn, las laut vor und stutzte:

"Herzlichen Glückwunsch! Du hast die Ehre, den gesamten Abwasch nach dem Osterbrunch zu übernehmen!"

Während wir in schallendes Gelächter ausbrachen, schaute mein Dad erst verdutzt – und dann schüttelte er grinsend den Kopf. "Mariechen, du bist mir vielleicht eine!"

Seitdem vermied er die Eiersuche mit uns – wir aber freuten uns, welche Überraschung  meine Tantchen als Nächstes ausheckte.




[engl]

Easter is in 26 days – it's clear that you'll see something Easter-related on every corner. My favorite garden center is no exception and often serves as the backdrop for many a motif.

Today I'm sharing a little story from my childhood:


At Easter, my favorite Aunt Mariechen always had a special tradition: Every egg she hid contained a little surprise. Sometimes it was a coin, sometimes a tiny toy, or a handwritten note with a piece of wisdom. One time, the whole family was particularly excited – because my aunt had mysteriously announced that she had thought of "something very special." The egg hunt began, and everyone curiously opened their found egg. My sister pulled out a 5-Deutsche Mark coin, my brother a small chocolate figure, and then it was my dad's turn. With a broad grin, he cracked open his egg – and suddenly found himself holding a small, rolled-up piece of paper in his hand. He unfolded it, read it aloud, and paused: "Congratulations! You have the honor of doing all the dishes after Easter brunch!" As we burst into laughter, my dad looked puzzled at first – and then shook his head with a grin. "Mariechen, you're a real idiot!" Since then, he avoided egg hunts with us – but we were excited to see what surprise my aunt would come up with next.








24.03.2025, 06.56 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weihnachtszeit…






 

Nun ist die Weihnachtszeit da – eine Zeit der Lichter, der Wärme und der (hoffentlich) kleinen Wunder. Ich wünsche euch von Herzen eine besinnliche und schöne Zeit voller besonderer Momente.

Möge euer Zuhause von Liebe erfüllt sein und eure Tage mit Zuversicht und Gelassenheit strahlen.

Danke, dass ihr auch dieses Jahr meinen Blog begleitet habt. Es bedeutet mir viel, eure Gedanken und Beiträge zu lesen und mit euch in Austausch zu treten.

Ich freue mich darauf, auch im kommenden Jahr mit euch gemeinsam durchs Jahr zu gehen und Alltäglichkeiten zu teilen. Bis dahin wünsche ich euch ein Weihnachtsfest voller Frieden und einen wundervollen Start ins neue Jahr!

Herzliche Grüße

eure

Anne




24.12.2024, 00.00 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bingo 2024 / Am Brückentag oder Feiertag werkeln






Eine Waldorf Laterne

Diese Waldorf-Technik könnt ihr euch >> HIER << anschauen.







>> antetanni << 





Anne Seltmann 05.11.2024, 17.47 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Unbeschwerte Tage









Schleier fallen sanft

wie im Nebelmeer

Stille umhüllt dich

Du erinnerst dich

an die unbeschwerten Tage

während ein Lächeln

deine Lippen umspielt.


~*~


© Anne Seltmann





[Bild mit KI generiert]






Anne Seltmann 15.07.2024, 10.16 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Floral Friday Fotos N° 256



N° 256 


Im Gartencenter.


Da könnte ich stundenlang lustwandeln, weil ich mich nicht sattsehen kann,
ob der vielen schönen Blumen und Dekorationen!
















Anne Seltmann 17.05.2024, 06.04 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Floral Friday Fotos N° 255




N° 255 






Sanftes Schleierkraut

weißes Meer im Gartenland

Leichtigkeit verweht.


~*~


© Anne Seltmann
















10.05.2024, 05.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Floral Friday Fotos N° 251/2024



N° 251




Die Gipskräuter (Gypsophila) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). 

Der Trivialname "Gipskraut"rührt daher, dass manche Arten der Gattung auf Gipsgestein wachsen.





Für Marius  ;-)












Anne Seltmann 05.04.2024, 06.16 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL