Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Baum

Projekt: Ich seh rot 250/2026



Ich gehe gern in den Baumarkt.
Nicht, weil ich mich verirrt habe... sondern aus Überzeugung.

Da drin fühle ich mich wie eine Mischung aus
"Selbst ist die Frau" und "Ich weiß noch nicht, wie… aber ich kriege das hin!"





Ich schlendere durch die Gänge, rieche Holz, sehe Werkzeug
und plötzlich habe ich zehn neue Ideen:
Regal bauen, Wand streichen, irgendwas reparieren,
vielleicht sogar ein Projekt, das ich noch gar nicht besitze.

Andere sagen:
"Baumarkt? Nein danke. Zu laut, zu staubig, zu viel Auswahl."



Ich dagegen denke:
Das ist kein Laden—das ist ein Ort voller Möglichkeiten.
Und ja: Manchmal kaufe ich mehr, als geplant war.
Manchmal baue ich auch erst beim dritten Versuch richtig.

Aber jedes Mal gehe ich raus mit dem Gefühl:
Ich kann das! Und wenn nicht heute... dann lerne ich's eben.



Kurz gesagt:
Boutiquen sind schön…
aber im Baumarkt bekomme ich Power, Ideen
und ein kleines bisschen Königin-Gefühl mit Schraubenzieher.











Anne Seltmann 06.01.2026, 06.43 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das Wochenblatt N° 36





Der Zierahorn ist ein stiller Künstler unter den Bäumen – elegant, wandelbar und von beinahe poetischer Präsenz. Seine Blätter, filigran und fein geschlitzt, wirken wie Pinselstriche aus Grün, die sich im Jahreslauf in ein leuchtendes Gemälde verwandeln. Im Frühjahr zeigt er zarte, frische Töne, im Sommer trägt er tiefes Grün oder ein samtiges Dunkelrot, und im Herbst verglüht er in einem Feuer aus Orange, Purpur und Gold. Sein Wuchs ist meist harmonisch, oft mehrgestaltig – mal aufrecht, mal leicht überhängend, mit einer Krone, die an eine ruhige Bewegung erinnert. Im Garten zieht der Zierahorn die Blicke nicht durch Größe, sondern durch Ausdruck an: Er spricht leise, aber eindringlich. Besonders in japanischen Sorten zeigt sich diese Ästhetik – die Balance aus Form, Farbe und Stille. Ob als Solitärbaum oder Teil einer stillen Gartenszene – der Zierahorn ist wie ein Atemzug Naturpoesie, ein Baum, der die Zeit nicht misst, sondern sie sichtbar macht

.










Anne Seltmann 08.11.2025, 14.43 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius Nature Thursday N° 36








Der Essigbaum ist für mich ein echter Paradiesvogel unter den Bäumen. Im Sommer breitet er seine riesigen, gefiederten Blätter aus, fast so, als würde er Urlaub machen und sich mit einer tropischen Brise brüsten. Und dann kommt der Herbst – und er zündet ein Feuerwerk. Rot, Orange, manchmal fast pink, jeder Ast ein Flammenwerfer. Dazu diese seltsamen Fruchtstände, die wie kleine Fackeln nach oben zeigen. Ganz ehrlich: Der Essigbaum ist ein Showstar.

Doch wie es bei exzentrischen Typen so ist – er sorgt nicht nur für Begeisterung. Denn der Essigbaum ist mittlerweile auf der Liste der "unerwünschten Gäste" gelandet. Warum? Weil er sich gern breitmacht, schnell ausbreitet und dabei einheimische Pflanzen verdrängt. Offiziell gilt er sogar als invasiv – und das bedeutet, dass man ihn nicht mehr einfach so pflanzen darf.

Für mich macht genau dieser Widerspruch den Essigbaum so spannend: Einerseits ein Naturkünstler mit dem schönsten Herbstkleid, andererseits ein kleiner Rebell, der sich nicht an Regeln hält. Vielleicht passt er deswegen so gut in unsere Zeit – auffällig, umstritten und irgendwie unvergesslich.








Anne Seltmann 02.10.2025, 06.28 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 72







Juttas...


Anne Seltmann 13.09.2025, 07.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius Nature Thursday N° 33








Ich habe bei meinem letzten Rundgang durch die Herrenhäuser Gärten eine Hopfenbuche entdeckt. Dieser Baum ist etwas Besonderes, denn er gehört nicht zu den heimischen Buchenarten, die man bei uns gewohnt ist. Die Hopfenbuche trägt den botanischen Namen Ostrya carpinifolia und ist eigentlich eher im Süden Europas zu Hause, vor allem in Italien und auf dem Balkan. Ihren Namen verdankt sie den Früchten, die kleinen Hopfenzapfen ähneln und den Baum unverwechselbar machen. Für mich war es eine schöne Überraschung, zwischen den vielen bekannten Gehölzen auf diese eher seltene Buche zu stoßen.









Anne Seltmann 11.09.2025, 07.24 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

I see faces August 2025





[Eine Steckdose in Dänemark]




Mit der Steckdose auf Dänisch zu plaudern ist schwer – aber der Strom fließt trotzdem!








Anne Seltmann 10.08.2025, 06.46 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

I see faces Juni 2025



[Das ist ein reales Bild!]


Waldausflug

Ich war in den letzten Tagen wieder im Wald. Eigentlich wollte ich nur spazieren, tief durchatmen, dem Alltag entfliehen. Doch kaum fünf Minuten drin, hatte ich das Gefühl... beobachtet zu werden.

Nicht von Menschen – nein, von Bäumen!

Da war eine alte Eiche, die sah mich an, als wüsste sie alles. Zwei Astknubbel als Augen, ein Rindenspalt als skeptisch hochgezogene Braue. Ich blieb kurz stehen, sagte höflich "Guten Tag"

Man will ja nicht unhöflich sein, wenn man schon Paranoia hat.

Weiter hinten, eine Birke – ganz eindeutig am Kichern. Ich bin mir sicher, sie flüsterte der Buche neben sich etwas zu. Und dann dieses schmatzende Geräusch aus dem Laub. Ein geheimer Gruß? Ein Morsecode aus Moos?

Ich weiß nicht, ob ich verrückt bin – oder nur besonders empfänglich für Baumkommunikation. Jedenfalls: Ich liebe es. Der Wald hat Humor. Und ziemlich viele Gesichter.

Morgen geh ich wieder hin. Vielleicht antwortet einer endlich.









Anne Seltmann 06.07.2025, 08.21 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Draußen...


[KI generiertes Bild / Text Anne Seltmann]








Draußen ist es grau in grau,

die Bäume tragen Schatten statt Blätter.

Der Himmel schweigt,

der Tag rinnt langsam davon.

 

Ein Vogel huscht durch die Stille,

ein letzter Ruf im leeren Raum.

Dann nichts – nur das Grau,

das sich über alles legt.

 

 ~*~

© Anne Seltmann






Anne Seltmann 12.02.2025, 16.48 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 12


N° 12





Nun sind die Weihnachtstage vorüber, und ich hoffe, ihr konntet sie genießen – mit guten Gesprächen, leckerem Essen und etwas Zeit zum Durchatmen. Jetzt, wo der Alltag langsam wieder anklopft, bleibt vielleicht noch ein Moment, um das Gefühl der letzten Tage festzuhalten: die Wärme, die Ruhe und die Freude, die diese Zeit mit sich brachte.

Auch wenn der Weihnachtsbaum bald abgeschmückt wird, wünsche ich euch, dass ein bisschen von dieser besonderen Stimmung mit ins neue Jahr geht – für die kleinen und großen Herausforderungen, die vor uns liegen. Lass uns das Beste daraus machen!







Anne Seltmann 27.12.2024, 15.01 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 220/2024



220/2024 


[In einem Geschäft entdeckt]









Wenn der Baum erstrahlt und die Kugeln leuchten,
scheint die Magie der Weihnacht greifbar nah.

~*~

Anne Seltmann







Anne Seltmann 24.12.2024, 06.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL