Tag: gold

Hanne wollte am Freitag einfach nur einen Apfel essen. Mehr nicht. Kein Abenteuer, keine Überraschungen, nichts mit Spannungskurve. Nur Apfel.
Sie nahm also einen Biss, kaute zwei Mal und hielt inne. Irgendwas war… ungewöhnlich. Irgendwas bewegte sich.
Sie starrte in den angebissenen Apfel, und da war er:
Ein Goldfisch.
Lebendig.
Planschend.
Mit der Selbstverständlichkeit eines Mieters, der seit Jahren seine Ruhe hat
und jetzt plötzlich von der Vermieterin erwischt wird.
Der Fisch sah sie an, als wolle er sagen: „Und du bist… wer?“
Hanne blinzelte. „Soso“, sagte sie trocken. „Freitag. Natürlich.“
Der Fisch drehte eine Runde im Kerngehäuse, als wäre es ein Whirlpool. Vielleicht war es das für ihn sogar. Hanne war sich nicht sicher, ob sie schockiert, irritiert oder einfach nur zu müde war, um irgendwas davon zu fühlen.
"Weißt du", sagte sie nach einer Weile streng, "ich hatte mich auf Vitamine gefreut. Und jetzt bin ich Besitzerin eines Obst-Aquariums."
Der Fisch schaute unbeeindruckt, was Fische wohl immer tun. Fische sehen grundsätzlich aus, als hätten sie alles schon gesehen.
"Und dann auch noch im Apfel", murmelte Hanne. "Hättest ja wenigstens 'ne Birne nehmen können. Da hätt ich Witze gehabt."
Der Fisch schwamm eine elegante Acht. Showoff.
Hanne seufzte. "Na gut. Heute ist Fischtag. Da will ich mich mal nicht beschweren."
Sie stellte den Apfel mit dem Fisch vorsichtig ins Spülbecken, goss sich einen Tee ein und setzte sich wieder. "So", sagte sie zum Apfel, "und was mach ich jetzt mit dir? Dich essen wär unhöflich, dich baden lassen geht nicht und dich aussetzen… naja, Kiel hat schon genug Überraschungen im Wasser."
Der Fisch schaute weiter wie ein Beamter kurz vor Dienstschluss.
"Fein", sagte Hanne und nahm einen Schluck Tee. "Dann sitzen wir eben so rum. Ein Goldfisch im Apfel und ich am Küchentisch. Normaler Freitag."
Und da saßen sie.
Hanne.
Der Fisch.
Und ein Apfel, der ganz offensichtlich mehr erlebt hatte als die meisten
Norddeutschen in einem ganzen Jahr Urlaub.
Anne Seltmann 14.11.2025, 06.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Morgen lag still über dem Teich. Nebelfäden tanzten auf der Wasseroberfläche, und irgendwo in der Ferne sang eine Lerche. Auf langen, schlanken Beinen stand ein Storch regungslos im Teich . Er wirkte wie eine Statue aus Silber und Weiß, nur seine Augen blitzten wachsam, bereit, jede Bewegung unter der Wasserhaut zu erkennen.
Plötzlich blitzte etwas Goldenes auf. Ein Fisch – nein, ein Goldfisch – zog in eleganten Kreisen vor den Storch. Seine Schuppen funkelten im frühen Sonnenlicht, als hätte er kleine Sonnenstrahlen eingefangen. Der Storch beugte den Hals, bereit für einen schnellen Stoß.
"Warte!" rief der Goldfisch, und seine Stimme perlte wie Wasser über Kiesel. "Bevor du mich frisst, solltest du wissen, dass ich dir mehr geben kann als nur einen schnellen Bissen."
Der Storch blinzelte überrascht."Und was sollte das sein? Ich bin ein Storch – ich brauche Futter, nicht Geschichten."
"Geschichten sind manchmal wertvoller als Futter", erwiderte der Goldfisch und drehte eine glitzernde Pirouette. "Ich bin ein Wächter des Teiches. Wer mir zuhört, erfährt, wo das Wasser am klarsten, die Fische am zahlreichsten und die Ruhe am tiefsten ist. Ich könnte dir zeigen, wie du immer satt wirst – ohne jemals jagen zu müssen."
Der Storch legte den Kopf schief. "Und warum sollte ich dir glauben?"
"Weil du sonst nur mich bekommst", sagte der Goldfisch, "und ich bin winzig. Aber wenn du mich am Leben lässt, bekommst du den ganzen Teich."
Der Storch dachte nach. Der Gedanke an einen Teich voller Beute, der sich ihm bereitwillig zeigte, war verlockend. Schließlich richtete er sich auf, nahm einen Schritt zurück und lächelte – so gut ein Storch eben lächeln konnte.
"Gut, Goldener", sagte er. "Zeig mir den Teich."
Und so schwamm der Goldfisch voraus, während der Storch am Ufer folgte. Der Nebel wich, die Sonne stieg höher, und an diesem Morgen lernten beide etwas Neues: Der eine, dass Gnade mehr bringen kann als Gier, und der andere, dass selbst ein Storch zuhören kann, wenn die Geschichte gut genug ist.
Anne Seltmann 15.08.2025, 06.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

An meinem letzten Arbeitstag hatte ich meinen Hortmädchen versprochen, einmal mit ihnen Eis essen zu gehen. Heute war es so weit. Dazu sind wir zu Cafe` Gold gegangen, dass unweit von meinem Kindergarten und Hort liegt.
KUNST & KAFFEE
Cafe` Gold verzaubert mit seiner Einrichtung, zumindest bei mir. Wenn du eintrittst, wirst du gleich nett empfangen, findest dich ein wenig in die Zeit zurückversetzt, aus Omas Küchenbuffet ist eine Ladentheke entstanden, bunt zusammengewürfelte Stühle laden zum Verweilen ein, überall findest du Bilder von Künstlern und auch die Tafeln und Schaufenster sprechen für sich. Die Inhaberin ist selbst Künstlerin und klar, dass man ihre Handschrift in dem kleinen Café wiederentdeckt. Draußen kann man auch gemütlich sitzen und es gibt sogar eine kleine Sandkiste für die Kleinsten
Aber ganz wichtig ist das, was man dort bekommt, nämlich super leckeres Eis, selbstgebackene Kuchen und Gebäck, Kaffee aus Honduras und viele lokale und regionale Produkte.
Hinterher sind wir noch auf den angrenzenden Spielplatz gegangen und haben noch viel Spaß miteinander gehabt, bis es Zeit wurde, die Mädchen im Hort abzuliefern.
Anne Seltmann 01.06.2023, 18.01 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL


Anne Seltmann 17.02.2018, 05.00 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

lich bei den Teilnehmerinnen bedanken, die bis zuletzt tapfer dabei waren!!!
Anne Seltmann 28.12.2017, 05.00 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Für Späteinsteiger gilt Folgendes:
Es gibt keine Anmeldung. Du kannst
wann immer du willst, mitmachen.

Ich freue mich auf eure Bilder und bin gespannt auf alle die dabei sind!
Anne Seltmann 28.11.2017, 05.00 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Für Späteinsteiger gilt Folgendes:
Es gibt keine Anmeldung. Du kannst
wann immer du willst, mitmachen.
Ich freue mich auf eure Bilder und bin gespannt auf alle die dabei sind!

Anne Seltmann 28.10.2017, 05.00 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Eingang zur Sainte Chapelle in Paris befindet sich auf dem Boulevard du Palais im 1. Arrondissement von Paris. Sie ist eine ehemalige Palastkapelle, die im 13. Jahrhundert für die Aufbewahrung kostbarer Reliquien wie der Dornenkrone und Teile des wahren Kreuzes erbaut wurde. Die Sainte Chapelle gilt als Meisterwerk der Hochgotik und die Deckenstruktur beeindruckt mit ihrer üppigen Goldverzierungen an den Wänden
Für Späteinsteiger gilt Folgendes:
Es gibt keine Anmeldung. Du kannst
wann immer du willst, mitmachen.
Ich freue mich auf eure Bilder und bin gespannt auf alle die dabei sind!

Anne Seltmann 28.09.2017, 05.00 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL