Tag: Marius


Jetzt heißt es: Vitamine, bitte!
Wenn die Tage kürzer werden, die Sonne sich rar macht und das Laub die letzten goldenen Grüße des Sommers verteilt, braucht unser Körper ein bisschen Unterstützung. Der Herbst ist schließlich die Zeit, in der wir zwischen Tee, Schal und Regenstiefeln gern mal vergessen, was uns wirklich stärkt: Vitamine – kleine Helfer mit großer Wirkung.
Es geht nicht um Pillen, sondern um Balance. Wer bunt isst, isst meist auch vitaminreich. Herbstgemüse, frisches Obst, ein paar Nüsse – und schon hat man ein farbenfrohes, gesundes Buffet auf dem Teller.

Paprika hat im übrigen tatsächlich deutlich mehr Vitamin C als die meisten Zitrusfrüchte. Das überrascht viele, weil Orangen und Zitronen oft als klassische Vitamin-C-Quellen gelten.
Zum Vergleich (durchschnittliche Werte pro 100 g):
Rote Paprika: etwa 120–150 mg Vitamin C
Grüne Paprika: etwa 100 mg
Orange: etwa 50 mg
Zitrone: etwa 50 mg
Damit enthält rote Paprika rund das Dreifache des Vitamin-C-Gehalts einer Orange. Besonders roh gegessen bleibt der Wert am höchsten – beim Kochen geht nämlich ein Teil des Vitamins verloren.
16.10.2025, 00.58 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Sprache des Holzes – über die Faszination, Bäume zu berühren
Es gibt Momente, in denen die Welt still wird. Kein Bildschirm, keine Stimme, kein Gedanke drängt sich dazwischen – nur die eigene Hand auf der rauen Rinde eines Baumes. Diese einfache Geste, das Berühren von Holz, trägt eine unerwartete Tiefe in sich. Sie ist fast archaisch, ein Gespräch mit etwas, das länger atmet als wir.
Wenn man durch den Wald geht, verändert sich die Wahrnehmung. Die Luft ist dichter, gesättigt mit Gerüchen von Erde, Harz und Moos. Doch erst, wenn man anhält und die Hand auf einen Baum legt, beginnt das eigentliche Erleben. Die Oberfläche ist nie gleich: glatt wie polierte Haut bei der Buche, tief gefurcht und leise widerständig bei der Eiche, kühl und nachgebend bei der Birke. Jede Struktur erzählt eine Geschichte von Wetter, Wachstum und Zeit.

In diesem Moment spürt man, dass Holz lebt – auch wenn es still steht. Unter der Rinde fließt noch das Echo vergangener Jahresringe, gespeicherte Sommer, überstandene Winter. Jeder Baum ist ein Archiv aus Licht und Geduld. Ihn zu berühren, heißt, eine Verbindung zu spüren, die jenseits der Worte liegt.
Vielleicht ist es das, was uns so tief berührt: Holz ist vertraut und doch unbegreiflich. Es war immer da. In Häusern, in Instrumenten, in den Dingen, die uns wärmen und tragen. Und wenn wir im Wald unsere Hand auf einen Stamm legen, kehrt etwas zurück – eine Erinnerung daran, dass wir selbst Teil dieser stillen Sprache sind.
Manchmal reicht ein einziger Kontakt, um das Tempo der Welt zu verlieren. Die Haut liest, was das Auge übersehen hat. Und irgendwo zwischen den Jahresringen und dem eigenen Puls erkennt man: Hier, mitten im Wald, berühren sich Zeit und Gegenwart.

Anne Seltmann 09.10.2025, 06.26 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL


das licht fällt nicht,
es tastet.
eine spur aus wasser und atem,
ein geräusch,
das sich nicht traut, laut zu sein.
die luft hält inne,
als wüsste sie,
dass etwas vergeht,
bevor es überhaupt begonnen hat.
in jedem tropfen
eine ganze welt,
die kurz leuchtet
und dann verschwindet,
wie ein versprechen,
das niemand brach –
aber auch niemand hielt.

Anne Seltmann 05.10.2025, 07.52 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 02.10.2025, 06.28 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


der wilde wein,
ein leuchten in gelb und rot,
purpur atmet durch die blätter.
es ist kein abschied,
nur ein wort im wechsel
der jahreszeit.
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 25.09.2025, 05.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Mehlbeere ist ein eher unscheinbarer Baum, den man oft an Straßenrändern oder in Parks findet. Ihre Blätter wirken leicht grau und matt, fast wie mit Staub überzogen. Im Herbst trägt sie auffällige, leuchtend gelbe bis rote Beeren. Für uns Menschen sind sie wegen ihres mehligen Geschmacks kaum genießbar, für Vögel dagegen eine wichtige Nahrungsquelle.
Ein Baum, der nicht viel Aufmerksamkeit verlangt – und doch jedes Jahr zuverlässig Farbe in die Landschaft bringt.
Anne Seltmann 18.09.2025, 06.59 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL


Heute zeige ich euch einige Brunnen der Herrenhäuser Gärten in Hannover. Die Brunnen gehören zu den markantesten Gestaltungsmerkmalen dieser historischen Anlage. Viele von ihnen stammen aus der Barockzeit und wurden in die sorgfältig geplanten Achsen und Alleen eingebunden, um die Symmetrie und Harmonie des Gartens zu unterstreichen. Einige Brunnen zeigen kunstvolle steinerne Figuren aus Mythologie und Natur, andere sind schlicht gehalten, spiegeln das Licht und das Grün der Umgebung wider.
Die Wasserspiele dienten früher nicht nur der Ästhetik: Sie waren Ausdruck von Reichtum und Kunstfertigkeit der Gartenbesitzer und zeigten die meisterhafte Kombination von Architektur, Technik und Natur. Heute laden die Brunnen Besucher dazu ein, innezuhalten, das Plätschern des Wassers zu hören und die unterschiedlichen Perspektiven der Gartenanlage zu entdecken.
Besonders beeindruckend ist, wie die Brunnen das Licht einfangen und mit den Blumenbeeten, Hecken und Alleen in Beziehung treten. Ein Spaziergang zu den Wasserspielen der Herrenhäuser Gärten vermittelt ein gutes Gefühl für die historische Planung, die vielfältige Gestaltung und die Bedeutung von Wasser als lebendigem Element im Gartenbau.


Anne Seltmann 11.09.2025, 07.45 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL



Anne Seltmann 11.09.2025, 07.24 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Obiges Bild zeigt denWunderbaum, Ricinus communis. Gesehen in den Herrenhäuser Gärten (Hannover) Er erhebt sich wie eine fremde Erscheinung im Garten. Seine Blätter, weit ausgebreitet wie die Finger einer offenen Hand, glänzen in Grün und Rot, als hätten sie das Licht der Tropen in sich aufgenommen. Der Stängel trägt dieselbe Farbe, kräftig, fast blutwarm, als pulsierte darin noch ein Herz.
Zwischen den Blättern wachsen Blütenstände, unscheinbar zuerst, bis sie die stacheligen Kapseln hervorbringen, in denen die Samen ruhen. Sie glänzen wie polierte Steine, schön, schimmernd – und doch von einer Gefährlichkeit, die man ihnen nicht ansieht.
So steht die Pflanze zwischen Verlockung und Gefahr, zwischen Zierde und Gift. In den Kapseln liegen die charakteristischen glänzenden Samen, die sehr giftig sind. Schon wenige Samen können beim Menschen oder Tier schwere Vergiftungen auslösen, daher sollte die Pflanze nicht unbedacht berührt oder verzehrt werden.

Anne Seltmann 04.09.2025, 00.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 31.08.2025, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL