Tag: Kiel

Heute zeige ich wieder einmal ein KI generiertes Bild zum >> Maritimen Mittwoch << von Angela!
Dazu möchte ich einmal folgendes erklären:
Ich habe die KI entdeckt, weil sie für mich ein stiller Ort ist, an dem ich mich ausprobieren darf. Kein Druck, kein "richtig“ oder "falsch". Nur Neugier, Bilder, Ideen - und ich.
Ich experimentiere, spiele, verändere. Manchmal wird etwas Schönes daraus, manchmal etwas Seltsames - aber immer zeigt es mir ein Stück von mir selbst.
KI ist für mich kein Ersatz für Kreativität. Sie ist mehr wie eine Begleiterin: Sie öffnet Türen, auf die ich allein vielleicht nie gestoßen wäre. Und doch bleibt mein Blick, mein Gefühl, meine Handschrift darin.
Ich bin künstlerisch veranlagt - schon immer habe ich gern gestaltet, beobachtet, zusammengefügt. Mit KI darf ich das ohne Grenzen tun: ohne Material, ohne Atelier, einfach mit meiner Fantasie.
Und vielleicht liebe ich genau das daran: dass ich spielen darf wie ein Kind, und gleichzeitig staunen kann wie ein Erwachsener, der merkt - dass Kunst immer wieder neu beginnt.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 07.01.2026, 06.31 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Nächste Runde: Die Würfel sind gefallen für Rolands Würfelspiel
Zur Info lest ihr einfach die Regeln auf Rolands Blog
Diesmal wurde mit 4 Würfel gewürfelt und meine Zahlen waren 1 + 2 + 4 + 5 = 12 = L der 12. Buchstabe im Alphabet
Ich habe den Leuchtturm gewählt, eines meiner Lieblingsmotive
Der Leuchtturm in Bülk ist das älteste Seezeichen an der Einfahrt zur Kieler Förde und fällt seit seiner letzten Sanierung besonders auf. Früher hatte er verschiedene Farbschemata, doch bei der umfassenden Renovierung Ende 2020 bekam er ein völlig neues Erscheinungsbild: statt des alten dunklen Streifens trägt er nun zwei kräftige grüne Ringe auf weißem Grund. Auch einige Details wie die Galerie und die technische Ausstattung wurden modernisiert.
Diese neue Farbgestaltung hat keinen dekorativen, sondern einen funktionalen Hintergrund. Die markanten grünen Streifen dienen als klare Erkennungsmarke bei Tageslicht und machen den Turm für Schiffe aus größerer Entfernung besser unterscheidbar. Zusammen mit dem Lichtsignal in der Nacht hilft die Farbgebung also dabei, die Schifffahrt sicher durch die Förde zu leiten.
So ist der Leuchtturm Bülk heute nicht nur ein Stück Küstengeschichte, sondern auch ein modernes Leitfeuer mit bewusst gewähltem, auffälligem Aussehen.
Anne Seltmann 06.12.2025, 04.41 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich gehe gerne in den Botanischen Garten hier in Kiel. Obwohl ich schon jahrelang dorthin gehe, entdecke ich immer wieder etwas Neues. Oder ich fotografiere zum hundertsten Mal wie der einmal die Pflanzen im Tropenhaus. Das Tropenhaus ist für mich jedes Mal wie ein kleiner Kurzurlaub. Luftfeuchtigkeit, Wärme, diese riesigen Blätter. Nur gibt es dort ein kleines Problem, das wohl jede Kamera kennt: Sie beschlägt sofort, sobald man aus der kalten Außenwelt hineintritt. Der Feuchtigkeitsschock schlägt erbarmungslos zu.
Dabei ist die Lösung so simpel wie genial. Eine Kamera braucht genau das gleiche wie wir, wenn wir in so ein warmes Treibhaus gehen. Einen Moment Zeit zum Ankommen. Ich lasse sie deshalb immer erst in der Tasche oder eingewickelt in einem Tuch. Kein Stress, keine Hektik. Die Kamera darf sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen und meistens verhindert das schon, dass sich feuchte Luft auf Glas oder Sensor legt.

Falls es doch passiert, gilt die goldene Regel: kein hektisches Herumreiben mit Pullover oder Jackenärmel. Das verschmiert und hinterlässt nur Spuren. Besser einfach einen Moment warten oder ganz behutsam mit einem Mikrofasertuch arbeiten. Die Feuchtigkeit verschwindet von selbst, wenn man sie lässt. Noch ein kleiner Trick, den ich liebe und der erstaunlich zuverlässig funktioniert: Die Kamera schon draußen in eine Tüte stecken, drinnen ein paar Minuten warten und erst dann fotografieren. Auf diese Weise hat sie genug Zeit, sich zu akklimatisieren. Und ein letzter Hinweis aus eigener Erfahrung: Die Kamera nicht nah am Körper tragen. Die Wärme macht alles nur schlimmer.
Seit ich diese Gewohnheiten habe, schaffe ich es fast jedes Mal ohne beschlagene Linse. Und dann steht dem schönsten Moment im Tropenhaus nichts mehr im Weg. Dieses Gefühl, wenn die ersten Bilder gelingen und alles dampft und glänzt. Genau dafür gehe ich immer wieder gerne hin.
Anne Seltmann 27.11.2025, 07.45 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Lange Zeit habe ich meine Fotos über eine App in * Polaroid-Rahmen gesetzt und auf Instagram geteilt. Ich mag den Look dieser klassischen Rahmen sehr. Wer erinnert sich nicht an die Polaroid-Kamera, bei der die Bilder in Sekundenschnelle aus der Kamera kamen? Mein Vater hatte noch so ein Gerät, und es war immer wieder spannend zu sehen, wie die Fotos direkt vor den Augen auf dem Papier sichtbar wurden – eine kleine technische Magie der Zeit.
Einige Bilder habe ich hier für das Mosaik Monday verwendet, die ich wie folgt von links nach rechts beschreibe:
In Eckernförde
Diese farbenfrohen Holzhäuser stehen nicht etwa in Skandinavien, sondern direkt in Eckernförde an der Bucht. Sie gehören zur Speicherpassage, die als Erweiterung der Innenstadt neue Läden und mehr Leben ins Viertel gebracht hat. Die Häuser ziehen sofort die Blicke auf sich, denn eine solche Bauweise kennt man sonst eher aus Ländern wie Schweden, Norwegen oder Dänemark.
In Hamburg
Haus Nummer 56 am Kaiserkai ist ein markantes Gebäude in der HafenCity. Die weiße, geneigte Fassade fällt sofort ins Auge, und die wannenförmigen Balkone heben sich deutlich vom Baukörper ab. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon oder eine Terrasse, von denen aus man die frische Brise spürt und den Blick auf den Hafen genießen kann. Das Gebäude sticht durch sein modernes Design klar aus der Umgebung heraus.
In Worms
Das Nibelungentor in Worms ist ein historisches Stadttor, das einst Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Es liegt an einer wichtigen Einfallstraße und diente früher als Zugang zur Stadt. Das Tor hat einen massiven, wuchtigen Baukörper aus Stein und vermittelt noch heute den Eindruck von Stabilität und Schutzfunktion.
Architektonisch zeigt es typische Merkmale mittelalterlicher Wehranlagen: hohe Mauern, ein großes Torgewölbe und Schießscharten für Verteidigungszwecke. Heute ist das Nibelungentor vor allem ein Wahrzeichen von Worms und erinnert an die Geschichte der Stadt. Es wird sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gerne als Fotomotiv genutzt.
In Kiel
Der Ravensberger Wasserturm in Kiel ist ein auffälliges Backsteingebäude, das ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts für die städtische Wasserversorgung gebaut wurde. Sein Zweck war simpel: Er sollte genügend Wasserdruck für die höher gelegenen und mehrstöckigen Häuser schaffen, die damals in Kiel entstanden.
Der Turm steht auf einer künstlichen Anhöhe und hat eine robuste, eher funktionale Bauweise, die an mittelalterliche Türme erinnert. Innen befand sich früher ein großer Wasserbehälter, der das Leitungsnetz stabil hielt.
Nach vielen Jahrzehnten im Einsatz wurde der Wasserturm stillgelegt und später umgenutzt. Heute befindet sich im Inneren Wohnraum, während das äußere Erscheinungsbild weitgehend erhalten geblieben ist. Dadurch ist der Turm zwar kein technisches Bauwerk mehr, aber weiterhin ein markanter Punkt im Stadtbild von Kiel.
In Kiel
Die Holtenauer Hochbrücken sind zwei markante Stahlbrücken, die sich in großem Bogen über den Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel spannen. Sie verbinden Holtenau mit dem Kieler Festland und gehören zu den wichtigsten Verkehrswegen im Norden. Von unten wirken sie fast schwebend, weil sie den Kanal in beeindruckender Höhe überqueren und großen Schiffen problemlos die Durchfahrt erlauben.
Wer unten am Wasser steht, sieht ihre langen, klaren Linien und die typische technische Schlichtheit, die norddeutsche Ingenieurbauwerke oft auszeichnet. Ob bei Sonnenschein, im Nebel oder abends im Streulicht der Hafenanlagen – die Brücken haben immer eine gewisse Ruhe und Größe.
Für viele Menschen sind sie mehr als reine Infrastruktur: Sie gehören zum Landschaftsbild des Kanals, sind Orientierungspunkt, Fotomotiv und symbolisieren die Verbindung zwischen Meer, Hafen und Stadt.
In Kiel
Die Villa Hoheneck in Altenholz-Knoop (Friedrich-Voß-Ufer 57) ist ein historisches Gebäude mit großer Bedeutung. Sie wurde 1902/03 von der Baufirma * Göttsch & Untiedt errichtet.
Die Lage ist besonders: Hoch über dem Ufer des Nord-Ostsee-Kanals, was der Villa eine sehr prominente und malerische Stellung verleiht.
In ihrer Geschichte war die Villa Hoheneck nicht nur herrschaftlicher Wohnsitz: In den 1960er und 70er Jahren diente sie unter anderem als Tanzlokal und Studentenkneipe.
Heute beherbergt sie neben viel Wohnraum, eine Praxis für Brustdiagnostik – die modern renovierte Villa wird also weiter genutzt und gepflegt.
In Bremen
Das historische Rathaus in Bremen ist eines der bekanntesten Gebäude der Stadt und steht direkt am Marktplatz. Es fällt sofort durch seine reich verzierte Fassade auf, die mit vielen Details, Figuren und kunstvollen Elementen gestaltet ist. Das Gebäude stammt aus dem Mittelalter und wurde später im Stil der Weserrenaissance umgestaltet, was die Mischung aus alten und sehr aufwendig gearbeiteten Formen erklärt.
Im Inneren gibt es große Hallen und Räume, die früher für Ratsversammlungen, Empfänge und wichtige Entscheidungen genutzt wurden. Besonders bekannt ist die Oberen Rathaushalle, in der man den Eindruck bekommt, wie bedeutend das Rathaus damals für das städtische Leben war.
Heute dient das Gebäude nicht nur als politischer Sitz, sondern auch als Wahrzeichen und Besuchermagnet. Zusammen mit der Roland-Statue gegenüber bildet es ein Ensemble, das typisch für Bremen ist und die Geschichte der Stadt sichtbar macht.
Anne Seltmann 17.11.2025, 09.03 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Windjammerparade – wenn der Wind die Geschichte erzählt
Als krönenden Abschluss der Kieler Woche findet immer die Windjammerparade statt. Die Kieler Förde atmet anders an diesem Tag. Masten ragen wie alte Gedichte in den Himmel, und die weißen Segel blähen sich auf, als wollten sie Erinnerungen fangen. Schiff reiht sich an Schiff. Manche knarzen wie ehrwürdige Bücher, andere glänzen in jungem Lack. Und doch tragen sie alle die gleiche Würde – als hätten sie Meere durchquert, von denen wir nur träumen. Der Wind spielt mit den Flaggen, das Licht tanzt über das Wasser. Am Ufer stehen wir und staunen – nicht laut, sondern mit diesem leisen Respekt, den nur echte Schönheit verlangt. Die Parade zieht vorbei. Und hinterlässt nichts als Gänsehaut und eine Ahnung davon, wie weit das Herz segeln kann. Die Windjammerparade ist das unbestrittene Highlight der Kieler Woche – eine Verneigung vor der Seefahrt, ein Fest für die Sinne, ein Moment, der bleibt.
Anne Seltmann 25.06.2025, 00.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL






Kiel ist für die Segler der Welt im Juni das Ziel. Keine Segel-Veranstaltung der Welt kann diese Klasse und Masse aufweisen. Und die Kieler Veranstalter setzen alles daran, als Serviceunternehmen, den Seglern aus aller Welt zu zeigen: Kiel ist das Tor zur Welt!
Die Kieler Woche zeigt sich in ihrem ganzen Facettenreichtum: Ein lebendiges Zusammenspiel aus sportlicher Eleganz, maritimer Freiheit und fröhlicher Festivalatmosphäre.
Am Olympiazentrum in Schilksee, wo schon Legenden des Segelsports ihre Bahnen zogen, pulsiert die Energie. Das Riesenrad hebt sich majestätisch gegen den Himmel, seine Gondeln schweben wie kleine Träume über die Küste und bieten einen atemberaubenden Blick auf die strahlende Förde.
Die Segelregatten sind ein Tanz auf dem Wasser – weiß glänzende Segel, die sich im Wind wiegen, bringen Spannung und Dynamik ins Spiel. Jedes Boot erzählt seine eigene Geschichte, jeder Kurs fordert Konzentration und Mut. Die Sonne spiegelt sich in den Wellen, die Segler gleiten mit der Natur im Einklang dahin.
Ein zusammengelegtes Segel am Kai erinnert daran, wie viel Herzblut und Handarbeit in jedem dieser Boote steckt. Hier trifft Tradition auf Leidenschaft, die die Kieler Woche so einzigartig macht.
Zwischen den sportlichen Höhepunkten pulsiert das Leben – Musik, Lachen und die Freude der Menschen, die das Meer lieben. Die Kieler Woche ist mehr als ein Event, sie ist ein Gefühl, das tief unter die Haut geht.
Anne Seltmann 22.06.2025, 07.38 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer sich auf einen Spaziergang rund um den Schrevenpark in Kiel begibt, taucht ein in eine Welt, die den Atem der Jahrhundertwende noch immer in ihren Mauern trägt. Die alten Fassaden entlang der Goethestraße, Schillerstraße und Kronshagener Straße erzählen – leise, aber eindringlich – von einer Zeit, in der Baukunst noch mit Sinn für Zierde, Würde und Großzügigkeit geschaffen wurde.
Verzierte Erker wölben sich aus den Fassaden wie steinerne Gedichte, Loggien öffnen sich wie kleine Bühnen zum Leben hin. Ornamente, Giebel, Balustraden – jedes Detail scheint ein eigenes Kapitel einer Geschichte zu sein, die längst vergangen ist und doch weiterlebt. Jugendstil und Gründerzeit reichen sich hier die Hand, verschmelzen zu einer Architektur, die nicht nur Raum schafft, sondern Haltung zeigt.
Einst wohnten hier Kapitäne, Kaufleute, Ingenieure. Heute zieht es jene in die sanierten Altbauten, die das Feine im Gewachsenen schätzen: hohe Decken, alte Terrazzoböden, geschwungene Treppenaufgänge, ein Hauch von Geschichte in jedem Raum.


09.05.2025, 16.30 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 29.04.2025, 16.49 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL


zitternd und verzerrt im Pflastergrau,
spiegelt sich das Nachbarhaus,
steht kopfüber in nasser Stille-
ein flüchtiger Moment im Wasser.
~*~
© Anne Seltmann

Christophers...
Anne Seltmann 16.02.2025, 08.01 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL