Tag: Februar


Piktogramme – Von der Höhlenwand zum kreativen Designstatement
Wir begegnen ihnen täglich – auf Flughäfen, in Apps, auf Verpackungen, in Museen oder auf Straßenschildern.
Piktogramme sind aus unserem visuellen Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch während sie früher vor allem funktional waren, zeigen sie sich heute überraschend kreativ, verspielt und stilistisch vielfältig.
Aber wer hat sie eigentlich erfunden?
Der Ursprung der Bildzeichen
Streng genommen sind Piktogramme älter als jede Schrift. Schon in prähistorischen Höhlenmalereien wurden Informationen über Bilder vermittelt. Später entwickelten Hochkulturen wie die Ägypter mit ihren Hieroglyphen komplexe Bildzeichensysteme.
Als moderner Gestaltungsansatz wurden Piktogramme jedoch besonders im 20. Jahrhundert geprägt – vor allem durch den österreichischen Sozialwissenschaftler und Philosophen Otto Neurath.
Er entwickelte in den 1920er-Jahren gemeinsam mit dem Grafiker Gerd Arntz das sogenannte Isotype-System (International System Of Typographic Picture Education).
Die Idee dahinter war revolutionär: Informationen sollten so einfach und international verständlich wie möglich über reduzierte Bildsymbole vermittelt werden – unabhängig von Sprache oder Bildung.
Klare Formen, starke Kontraste, maximale Vereinfachung – das war das Prinzip.
Der große Durchbruch
Internationale Aufmerksamkeit erhielten Piktogramme vor allem durch Großveranstaltungen.
Ein Meilenstein war das visuelle Leitsystem der Olympischen Spiele 1972 in München, gestaltet von Otl Aicher für die Olympische Sommerspiele 1972.
Seine systematisch aufgebauten, geometrisch reduzierten Sport-Piktogramme gelten bis heute als Designklassiker. Sie waren funktional, einheitlich und weltweit verständlich – ein Meilenstein der visuellen Kommunikation.
Vom Funktionssymbol zur Designikone
Lange Zeit galt: Piktogramme müssen neutral, sachlich und möglichst unsichtbar sein.
Form folgt Funktion.
Doch mit der Digitalisierung und dem Aufkommen von Apps, Social Media und Markeninszenierungen hat sich das stark verändert.
Heute dürfen Piktogramme:
* Charakter zeigen
* Humor transportieren
* Emotionen wecken
* Markenidentität stärken
* Illustrativ und detailreicher sein
Flat Design, 3D-Icons, animierte Symbole, handgezeichnete Linien, Farbverläufe – die einst strengen Gestaltungsregeln werden bewusst erweitert.
Warum sehen Piktogramme heute kreativer aus?
1. Digitale Oberflächen erlauben mehr Detailreichtum
2. Marken wollen sich visuell differenzieren
3. Nutzer sind visuell geschult und erwarten Ästhetik
4. Gestaltung wird zunehmend als Erlebnis verstanden
5. KI-Tools eröffnen neue Formensprachen und Stilvarianten
Das moderne Piktogramm ist nicht mehr nur Wegweiser – es ist Teil einer visuellen Erzählung.
Zwischen Klarheit und Kreativität
Die Herausforderung bleibt jedoch:
Ein Piktogramm muss trotz gestalterischer Freiheit verständlich bleiben.
Je kreativer es wird, desto wichtiger ist die Balance zwischen Ästhetik und Lesbarkeit.
Das beste Piktogramm funktioniert international – und überrascht gleichzeitig durch seine Gestaltung.
Fazit
Von prähistorischen Wandzeichnungen über das Isotype-System von Otto Neurath bis hin zu animierten App-Icons unserer Zeit – Piktogramme haben eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen.
Was einst als nüchternes Informationssymbol begann, ist heute ein kreatives Gestaltungselement mit Persönlichkeit geworden.
Und vielleicht liegt genau darin ihre Zukunft:
Nicht nur Orientierung zu geben, sondern auch visuelle Freude zu bereiten.
Anne Seltmann 15.02.2026, 09.26 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL




Auf unserem Kurzurlaub im Saarland, war unter anderem auch der Besuch ins Zeitungsmuseum. Das Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen ist ein spannendes Museum, das sich mit der Geschichte der Zeitung und der Presse beschäftigt. Es befindet sich im historischen Abteihof und wurde 2004 eröffnet.
Die Dauerausstellung zeigt die Entwicklung der Zeitung von den Anfängen bis heute. Besucher erfahren, wie Zeitungen früher hergestellt wurden, welche Bedeutung sie für die Gesellschaft hatten und wie sich der Journalismus im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Eine Besonderheit des Museums ist eine historische Druckerpresse aus dem 19. Jahrhundert, die anschaulich zeigt, wie Zeitungen früher gedruckt wurden.
Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßig Sonderausstellungen, die sich beispielsweise mit Pressefotografie oder politischen Karikaturen beschäftigen. Das Museum versteht sich auch als Lernort und bietet Programme für Kinder, Jugendliche und Schulklassen an.
Das Zeitungsmuseum ist eine interessante Anlaufstelle für alle, die sich für Medien, Geschichte und die Bedeutung der Pressefreiheit interessieren.
Anne Seltmann 08.02.2025, 06.04 | (5/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 01.08.2024, 05.52 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich habe 6+5=11 gewürfelt und das ergibt ein Bild mit 11 Buchstaben. Mein heutiges Bild ist ein Vogelstrauß! In der Nähe von Kiel gibt es eine * Straußenfarm, die ich hin und wieder besuche.
Er da, auf dem Bild, reißt den Schnabel auf, als wolle er sagen "Hey, nicht würfeln,
füüüüüüüttern!" 
Anne Seltmann 02.02.2024, 15.40 | (5/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Februar 2023

Meine Monatscollage ist gefüllt mit Bildern zu vielen Projekten, an denen ich teilnehme.
Anne Seltmann 01.03.2023, 15.20 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Anne Seltmann 01.02.2023, 09.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Anne Seltmann 28.02.2022, 07.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL