Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Duft

Weisheiten am Samstag N° 66




 N° 66 






Anne Seltmann 19.07.2025, 13.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die kleine Biene und der Duft der Welt



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann] 





In einem bunten Garten, wo der Sommer wohnt und der Wind leise Geschichten erzählt, lebte eine kleine Biene namens Billa. Während ihre Schwestern summend Nektar sammelten und fleißig Pollen in die Waben trugen, hatte Billa eine ganz besondere Leidenschaft: Sie liebte es, an Blumen zu riechen.

Nicht irgendein flüchtiges Schnuppern—nein! Billa schwebte von Blüte zu Blüte, versenkte ihr winziges Näschen in jede einzelne und sog den Duft tief ein.

"Mohn riecht nach Morgenrot!", flüsterte sie selig.
"Lavendel riecht wie eine Umarmung."
"Und Flieder… Flieder duftet wie ein Traum, den man fast vergessen hätte."

Die anderen Bienen summten irritiert: "Billa! Der Honig macht sich nicht von allein!"
Doch Billa kicherte nur, tanzte eine kleine Pirouette auf einer Ringelblume und sagte:
"Aber wer riecht die Welt nicht, der lebt nur halb!"

Eines Tages, als ein Sommersturm aufzog, flüchteten alle Tiere unter Blätter, in Borkenritzen oder Bienenstöcke. Nur Billa zögerte. Denn im Wind lag ein Duft, so zart und neu, dass sie ihm folgen musste.

Und so fand sie—geschützt unter einem alten Rosenbusch—eine Blume, die noch nie jemand zuvor gesehen hatte: schimmernd, duftend, leise summend wie ein Lied.

Als der Sturm vorüberzog, führte Billa ihre Schwestern zu dieser Blume. Sie rochen. Sie staunten. Und plötzlich begriffen sie, was Billa gemeint hatte: Manchmal ist der süßeste Honig der, den die Nase zuerst findet.

Von diesem Tag an wurde Billa nicht mehr belächelt.
Sie war: die Duftfinderin des Gartens.
Und jedes Mal, wenn jemand tief einatmet und lächelt—vielleicht hat Billa genau dort vorher geschnuppert.


© Anne Seltmann




Anne Seltmann 05.06.2025, 08.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dankbarkeitschallenge





Zur Dankbarkeitschallenge geht es heute um Düfte, denn Alexandra fragt "Für welchen Duft bist du dankbar!"

 

  • Ganz spontan fällt mir der Duft meines damals neugeborenen Sohnes ein. Und zwar der Duft seines Köpfchens. Es ist ein Duft, den man nicht beschreiben kann, der aber gerade durch die Erinnerung daran, bei mir stark mit Gefühlen von Geborgenheit, Freude und Nostalgie verbunden ist.  Überhaupt riechen Köpfe von Babys unglaublich gut. Ich könnte stundenlang die Nase dranhalten. Aber aufgrund des Mangels an Babys habe ich wohl keine Chance mehr.

 

  • Dann ist die Erinnerung an einen Duft aus meinen Kindertagen, der mich auch sofort in diese Zeit zurückversetzt… Regen auf trockenem roten Asche-Boden. Dort, wo ich als Kind aufgewachsenen bin, gab es Wege (heute sind dort gepflasterte Bürgersteige) die mit rotem Sand (oder was auch immer das war) aufgefüllt waren. Wenn dann nach einem warmen Sommertag der Regen auf den trockenen Boden fiel, entstand ein ganz besondere Duft, den ich ebenso kaum beschreiben kann, den ich aber total gerne mochte. Zig Jahre später habe ich ihn wieder einmal vernommen und es entstand ein unglaubliches Glücksgefühl in mir.

 

Es gibt aber noch einige andere Düfte, die ich gerne hab:

 

  •  Frisch gebackenes Brot.
  •  Frisch gewaschene Wäsche, die an der Luft getrocknet ist
  • Tannennadeln und Zimt
  •  Und last but not least…Sommerblumen





Anne Seltmann 11.05.2024, 15.56 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Du


Du ich rieche dich

atme dich tief ein

Ich liebe deinen Duft

Du nimmst mir

die Sinne am Morgen

bist heiß und exotisch

Wenn du in mir bist

weckst du meine Sinne

Du bist mein Aphrodisiakum



 

Ich liebe meinen heißen

duftenden Kaffee

am Morgen


 ~*~

© Anne Seltmann

 

 

Anne Seltmann 17.07.2006, 05.40 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL