Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Du

Drabble 2025 N° 26





[Bild KI generiert / Text Anne Seltmann] 





Drabble Vorgaben (100 Wörter): 

Dunsthülle + (sich) formen + unbezahlbar




Der Morgen lag noch still, eine dünne Dunsthülle zog über den Feldern. In ihr begann sich langsam etwas zu formen – etwas was noch nicht greifbar war, nur eine Ahnung, ein Schimmer aus Licht und Erwartung. Sie hielt den Atem an, lauschte in dieses Schweigen hinein, als könnte es ihr Antworten geben. Jeder Schritt über das feuchte Gras ließ sie tiefer in diesen Zauber eintauchen. Was sie dort fand, war kein Gold, kein Besitz, sondern ein Augenblick, der ihr Herz weit öffnete. Ein Geschenk, das unbezahlbar war. Und sie wusste, dass sie es nie festhalten konnte, nur immer wieder neu erleben. 









Anne Seltmann 23.08.2025, 07.14 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 66




 N° 66 






Anne Seltmann 19.07.2025, 13.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die kleine Biene und der Duft der Welt



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann] 





In einem bunten Garten, wo der Sommer wohnt und der Wind leise Geschichten erzählt, lebte eine kleine Biene namens Billa. Während ihre Schwestern summend Nektar sammelten und fleißig Pollen in die Waben trugen, hatte Billa eine ganz besondere Leidenschaft: Sie liebte es, an Blumen zu riechen.

Nicht irgendein flüchtiges Schnuppern—nein! Billa schwebte von Blüte zu Blüte, versenkte ihr winziges Näschen in jede einzelne und sog den Duft tief ein.

"Mohn riecht nach Morgenrot!", flüsterte sie selig.
"Lavendel riecht wie eine Umarmung."
"Und Flieder… Flieder duftet wie ein Traum, den man fast vergessen hätte."

Die anderen Bienen summten irritiert: "Billa! Der Honig macht sich nicht von allein!"
Doch Billa kicherte nur, tanzte eine kleine Pirouette auf einer Ringelblume und sagte:
"Aber wer riecht die Welt nicht, der lebt nur halb!"

Eines Tages, als ein Sommersturm aufzog, flüchteten alle Tiere unter Blätter, in Borkenritzen oder Bienenstöcke. Nur Billa zögerte. Denn im Wind lag ein Duft, so zart und neu, dass sie ihm folgen musste.

Und so fand sie—geschützt unter einem alten Rosenbusch—eine Blume, die noch nie jemand zuvor gesehen hatte: schimmernd, duftend, leise summend wie ein Lied.

Als der Sturm vorüberzog, führte Billa ihre Schwestern zu dieser Blume. Sie rochen. Sie staunten. Und plötzlich begriffen sie, was Billa gemeint hatte: Manchmal ist der süßeste Honig der, den die Nase zuerst findet.

Von diesem Tag an wurde Billa nicht mehr belächelt.
Sie war: die Duftfinderin des Gartens.
Und jedes Mal, wenn jemand tief einatmet und lächelt—vielleicht hat Billa genau dort vorher geschnuppert.


© Anne Seltmann




Anne Seltmann 05.06.2025, 08.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Spiegelungen 2025 N° 05




Ein Spaziergang durch den Duisburger Zoo – zwischen Wald und Wasser


Vor einigen Jahren waren wir im Duisburger Zoo – ein stiller Tag, ein leiser Rundgang mit vielen Eindrücken, die geblieben sind.

Eines der Bilder, das damals entstand, habe ich schon einmal in einem anderen Zusammenhang gezeigt. Doch nun, beim Wiedersehen, kam mir der Gedanke: Vielleicht verdient dieser Ort ein paar eigene Zeilen.

Denn der Zoo in Duisburg ist mehr als nur eine Sammlung von Gehegen.

Er ist ein verwachsener, beinahe verwunschener Ort – grün durchzogen, von altem Baumbestand beschattet, begleitet vom leisen Plätschern des Wassers. Kein auf Hochglanz polierter Erlebnispark, sondern ein stiller Begleiter, der sich seinem Wald angepasst hat.

Ich erinnere mich an die Koalas – schläfrig und zart, mit einer Ruhe, die fast anrührt. Sie leben hier in einem der wenigen Häuser ihrer Art in ganz Europa. Und an die Giraffen, wie sie in ihrer gelassenen Eleganz über den Zaun hinwegsehen, als trügen sie Gedanken, die viel älter sind als unsere.

Auch das Delfinarium – ein Ort, der zum Nachdenken einlädt. Ich weiß, wie kontrovers solche Anlagen sind. Doch ich spürte damals: Man bemüht sich um Würde, um Nähe ohne Klammer. Und der Zoo versucht, sich weiterzuentwickeln.

Die Wege führen vorbei an Brillenbären, Zebras, Löwen, die sich manchmal wie Skulpturen im Sonnenlicht zeigen, manchmal ganz verschwinden – in Schatten, in Bewegung, in sich selbst. Und zwischendurch: der alte Bauernhof, ein Ort zum Durchatmen, mit dem Duft von Heu und der Wärme tierischer Nähe.

Für mich war es kein Zoo, in dem man „alles gesehen“ haben muss.

Es war ein Ort, an dem man bleiben darf.

Schauen. Lauschen.

Und für einen Moment – einfach sein.









Anne Seltmann 19.05.2025, 09.05 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 47



N° 47 



[KI generiertes Bild]






Dieser Satz ist eine poetische Erinnerung daran, die schönen, glücklichen Momente des Lebens bewusst wahrzunehmen 
und in sich zu bewahren. So wie ein Schatz, den man sicher verwahrt, können diese hellen Stunden in schwierigen Zeiten Trost und Kraft spenden.














Anne Seltmann 15.02.2025, 04.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dankbarkeitschallenge





Zur Dankbarkeitschallenge geht es heute um Düfte, denn Alexandra fragt "Für welchen Duft bist du dankbar!"

 

  • Ganz spontan fällt mir der Duft meines damals neugeborenen Sohnes ein. Und zwar der Duft seines Köpfchens. Es ist ein Duft, den man nicht beschreiben kann, der aber gerade durch die Erinnerung daran, bei mir stark mit Gefühlen von Geborgenheit, Freude und Nostalgie verbunden ist.  Überhaupt riechen Köpfe von Babys unglaublich gut. Ich könnte stundenlang die Nase dranhalten. Aber aufgrund des Mangels an Babys habe ich wohl keine Chance mehr.

 

  • Dann ist die Erinnerung an einen Duft aus meinen Kindertagen, der mich auch sofort in diese Zeit zurückversetzt… Regen auf trockenem roten Asche-Boden. Dort, wo ich als Kind aufgewachsenen bin, gab es Wege (heute sind dort gepflasterte Bürgersteige) die mit rotem Sand (oder was auch immer das war) aufgefüllt waren. Wenn dann nach einem warmen Sommertag der Regen auf den trockenen Boden fiel, entstand ein ganz besondere Duft, den ich ebenso kaum beschreiben kann, den ich aber total gerne mochte. Zig Jahre später habe ich ihn wieder einmal vernommen und es entstand ein unglaubliches Glücksgefühl in mir.

 

Es gibt aber noch einige andere Düfte, die ich gerne hab:

 

  •  Frisch gebackenes Brot.
  •  Frisch gewaschene Wäsche, die an der Luft getrocknet ist
  • Tannennadeln und Zimt
  •  Und last but not least…Sommerblumen





Anne Seltmann 11.05.2024, 15.56 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Du!






Du...

Das ist eine Reise

in Landschaften von wärmenden Gedanken

hinter dem raschelnden Schilf

 

Du...

Das ist eine Reise

durch lichthelle Tage, Musik und Monde

im gemeinsamen Sommergrün

 

Du...

Das ist eine Reise

mit sanften Worten, der Wind

flüstert

Wir atmen im Takt

im späten Septemberlicht



~*~


© Anne Seltmann




Anne Seltmann 15.07.2023, 08.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

365 Tage Challenge – 2023 N° 61



  02.03.2023 / N° 61 


Ich hab voll den Durchblick!













Anne Seltmann 02.03.2023, 18.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

365 Tage Challenge – N° 289



N° 289




Spielerei an der Duschwand.











Anne Seltmann 16.10.2022, 12.00 | (7/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

365 Tage Challenge – N° 80









Wir haben schon seit längerem einen Wasserrohrbruch im Badezimmer über uns. Genauer gesagt war der Mitte Februar. In Nullkommanix war die Decke und Wand nass. Die Badezimmertür lässt sich nicht mehr schließen und die Türzargen zeigen Risse. Nun endlich kommen Handwerker, die eine komplette Tür nebst Türzarge einbauen wollen. Aber damit nicht genug. Unsere Vormieter hatte eine weiße Paneldecke im Bad angebaut mit eingefassten Lampen, die nun auch komplett wegmuss. Alles muss abgebaut werden. Die wollten sogar, dass wir unsere Duschwand abbauen, die wir einst an der Badewanne befestigt hatten. Das wollen wir aber nicht. Mit der Bemerkung, dass die Handwerker ja aufpassen könnten, wurden wir nur lapidar mit dem Spruch "Wir sind ja versichert" abgewürgt. Aber nicht mit uns! Wir haben keine Lust auf Bruchstellen in den Fliesen oder gar in unserem Laminatfußboden, der sich im angrenzenden Flur befindet. Die Fliesen kann man nicht mehr nachkaufen und Laminat lässt sich schlecht wieder flicken. Die haben (dammich nochmol) aufzupassen und nicht solche Sprüche zu bringen. Mir grauts auch vor dem ganzen Staub, der sich durch solche Bauarbeiten einfindet. Aber das ist ja das kleinere Übel!


 



Bernhards...




Anne Seltmann 21.03.2022, 07.20 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL