Tag: Biene

Es war einmal eine sehr kleine Biene mit besonders flauschigen Flügeln. Sie hieß Mila und lebte in einem Garten, der so bunt war, dass selbst der Regen manchmal stehen blieb, um ihn zu bewundern.
Mila war kleiner als alle anderen Bienen. Wenn der Wind kam, musste sie sich an Gänseblümchen festhalten, damit er sie nicht wie ein Staubkorn davontrug. Doch was ihr an Größe fehlte, machte sie mit Neugier wieder wett. Sie wollte jede Blüte kennenlernen, jeden Duft probieren und jedes Geheimnis des Gartens entdecken.
Eines Morgens fand sie eine weiße Blume, so zart und leuchtend, dass sie aussah wie ein kleines Stück Himmel. "Hier bleibe ich", summte Mila glücklich. Die Blume wurde ihr Lieblingsplatz. Von dort aus beobachtete sie die Welt: die Ameisen bei ihrer Arbeit, die Schmetterlinge beim Tanzen und die Sonne, die langsam über die Blätter kletterte.
Die anderen Bienen lachten manchmal über sie. "Du bist viel zu klein, um wichtig zu sein", sagten sie. Aber Mila wusste es besser. Denn immer, wenn sie von Blüte zu Blüte flog, hinterließ sie ein wenig goldenen Staub – und half damit, dass neue Blumen wachsen konnten.
Eines Tages kam ein großer Sturm über den Garten. Viele Blumen knickten um, und selbst die starken Bienen fanden kaum Halt. Doch Mila flog unermüdlich von Pflanze zu Pflanze und half, wo sie konnte. Am Ende des Tages sagte die älteste Biene des Stocks: "Manchmal sind es die Kleinsten, die das größte Herz haben."
Seitdem wusste jeder im Garten: Diese winzige, flauschige Biene war etwas ganz Besonderes.
Und Mila?
Die summte zufrieden auf ihrer weißen Lieblingsblume und dachte:
"Groß sein kann jeder. Aber klein und mutig – das ist ein echtes Abenteuer!
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 16.01.2026, 09.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL


die luft voll mit feinem weiß
als hätte jemand vergessen
die schneekugel zu schütteln
und doch fliegt es
in richtungen, die wir nicht kennen
nur ein kurzes gelb darin
ein schatten aus brummen
der den staub der welt sammelt
ohne ihn zu besitzen
keine mitte
nur dieses kreisen um eine mitte
die vielleicht gar nicht da ist
und der wind, der nicht fragt, nur nimmt
nur trägt, nur verteilt
und die samenköpfe
leuchtend im gegenlicht
als stünden sie kurz davor, sich zu erinnern
was sie waren, bevor sie flug wurden
alles leicht
und trotzdem voller gewicht
als könnten diese kleinen schirme
die erde aus den angeln heben
während irgendwo
weit hinter den farben
ein nächster morgen wartet.
14.08.2025, 06.01 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

In einem bunten Garten, wo der Sommer wohnt und der Wind leise Geschichten erzählt, lebte eine kleine Biene namens Billa. Während ihre Schwestern summend Nektar sammelten und fleißig Pollen in die Waben trugen, hatte Billa eine ganz besondere Leidenschaft: Sie liebte es, an Blumen zu riechen.
Nicht irgendein flüchtiges Schnuppern—nein! Billa schwebte von Blüte zu Blüte, versenkte ihr winziges Näschen in jede einzelne und sog den Duft tief ein.
"Mohn riecht nach Morgenrot!", flüsterte sie selig.
"Lavendel riecht wie eine Umarmung."
"Und Flieder… Flieder duftet wie ein Traum, den man fast vergessen hätte."
Die anderen Bienen summten irritiert: "Billa! Der Honig macht sich nicht von allein!"
Doch Billa kicherte nur, tanzte eine kleine Pirouette auf einer Ringelblume und sagte:
"Aber wer riecht die Welt nicht, der lebt nur halb!"
Eines Tages, als ein Sommersturm aufzog, flüchteten alle Tiere unter Blätter, in Borkenritzen oder Bienenstöcke. Nur Billa zögerte. Denn im Wind lag ein Duft, so zart und neu, dass sie ihm folgen musste.
Und so fand sie—geschützt unter einem alten Rosenbusch—eine Blume, die noch nie jemand zuvor gesehen hatte: schimmernd, duftend, leise summend wie ein Lied.
Als der Sturm vorüberzog, führte Billa ihre Schwestern zu dieser Blume. Sie rochen. Sie staunten. Und plötzlich begriffen sie, was Billa gemeint hatte: Manchmal ist der süßeste Honig der, den die Nase zuerst findet.
Von diesem Tag an wurde Billa nicht mehr belächelt.
Sie war: die Duftfinderin des Gartens.
Und jedes Mal, wenn jemand tief einatmet und lächelt—vielleicht hat Billa genau dort vorher geschnuppert.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 05.06.2025, 08.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ich habe noch mal das Lied "Summ summ summ, Bienchen summ herum" herausgesucht. Ich kannte allerdings nur die ersten beiden Strophen. Chat GPT hat mir den kompletten Text gespendet.

Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
ei! wir tun dir nichts zu Leide,
flieg´ nun aus in Wald und Heide!
Summ summ summ!
Bienchen summ´herum!
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
such´ in Blumen, such´in Blümchen
dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
kehre heim mit reicher Habe,
bau´ uns manche volle Wabe!
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
bei den heilig Christ-Geschenken
wollen wir auch dein gedenken –
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
wenn wir mit dem Wachsstock suchen
Pfeffernüss´ und Honigkuchen.
Summ summ summ!
Bienchen summ´ herum!
~*~
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
verfasste den Text 1835

Anne Seltmann 10.02.2024, 01.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 28.01.2023, 06.01 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL



Anne Seltmann 08.09.2022, 14.13 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Anne Seltmann 25.10.2021, 05.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich erzählte unlängst einmal, dass ich Klimawiesen-Botschafterin und Bienenpatin bin.
Wir alle wissen, wie sehr die Bienen vom Aussterben bedroht sind, wir alle aber wissen auch, dass mit unserer Unterstützung wertvoller Lebensraum für Bienen und Wildbienen geschaffen werden kann. Mit verschiedenen Früh-, mittel- und spätblühende Pflanzen deckt man z. B. das Nahrungsangebot ab.
Aber auch Nistplätze und Baumaterial ist wichtig!
Man muss sich das vor Augen halten, Wildbienen gelten als die wichtigsten Pflanzenbestäuber!!!
Man weiß, dass über die Hälfte der in ihrem Bestand als gefährdet gelten. Den Grund hierfür muss ich nicht aufführen, das sollte mittlerweile schon längst in den Köpfen der Hauptschuldigen angekommen sein!

Anne Seltmann 20.05.2021, 08.55 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Früher wurde der Löwenzahn, viele Ackerwildkräuter, Mohn und Kornblumen an Feld -und Straßenrändern, rigoros abgemäht und die Blumen hatten kaum Chancen sich in ihrer für mich wunderschönen Pracht zu zeigen. Wie schlimm das für viele Insekten war, hatte man nun endlich erkannt. Um überleben zu können, brauchen Wildbienen und andere Insekten möglichst viele Blüh-Flächen. Wir alle können ein bisschen zur Arterhaltung beitragen sei es durch heimische Blumen, Stauden und Kräuter. Oder aber man stellt Insektenhotels auf in den heimischen Gärten bzw. Balkone.
Anne Seltmann 21.05.2020, 15.10 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL